Hohenlohe-Franken

Röttingen Sitzung des Stadtrats

Dritte Gruppe für den Kindergarten

Röttingen.Vor einer äußerst schwierigen Gewissensentscheidung standen die Mitglieder des Röttinger Stadtrats bei einem Bauvorhaben, in dem es um den Abbruch eines Stallgebäudes sowie den Neubau eines Wohnhauses an der Röttinger Stadtmauer, im Bereich Erbsengasse/Friedhof, geht.

Einmal mehr war das Gremium zur Genehmigung einer Ausnahme gefragt, entspricht das Wohnhaus mit einem Flachdach doch nicht der Gestaltungssatzung. Erster Wortmelder Erich Mitnacht gestand zwar seine Zwiespältigkeit ein, es überwiege jedoch die Meinung „das Gerümpel ist dann wenigstens weg“. Zudem passe hier Alt und Neu zusammen.

Völlig anderer Meinung war Hartmut Eichinger, der erklärte, man müsse auch mal konsequent sein, denn ein moderner Stil in diesem Bereich an der Stadtmauer gehe nicht. Stellvertretender Bürgermeister Steffen Romstöck befürwortete, dass dieser städtebauliche Missstand nach rund 40 Jahren beseitigt wird, wollte der Bauherr doch die Stadtmauer auf seine Kosten in diesem Bereich mit sanieren. Bürgermeister Martin Umscheid richtete an die Räte den Appell, dass man bei einer erneuten Ausnahmegenehmigung eines Bauherrn auch einmal bereit sein müsse, bei nicht entsprechender Qualität des Bauvorhabens einmal „Nein“ zu sagen.

Nach langer Diskussion fiel das Abstimmungsergebnis bei nur einer Gegenstimme doch deutlich für das geplante Vorhaben aus, dem ein Ortstermin vorging. „Es ist erfreulich, einen vollen Kindergarten zu haben“ waren die einleitenden Worte von Bürgermeister Umscheid bei der Vorstellung des neuen pädagogischen und personellen Konzepts im städtischen Kindergarten. Nach Worten von den beiden Leiterinnen Maria Börchers und Anja Tagscherer mache die Überbelegung der zwei Regelgruppen und der Vorschulgruppe eine dritte Regelgruppe ab 1. September 2019 erforderlich.

Durch kleinere Gruppen und individuelle Betreuung gebe es einen pädagogischen Mehrwert und eine Qualitätssteigerung. Da es in früheren Jahren bereits eine dritte Regelgruppe gab, gibt es laut Umscheid keine Platzprobleme, die Personalkosten werden jedoch durch eine geringe Personalaufstockung um rund 25 000 Euro steigen. brun