Hohenlohe-Franken

Stadtrat Aub Diskussion im Zusammenhang mit Fotovoltaikanlagen-Antrag / Lebensraum für Vögel und Insekten

Ein gesunder Ahornbaum hat die älteren Rechte

Archivartikel

Aub.Lediglich die Zukunft eines Ahornbaumes stand auf der Tagesordnung des Auber Stadtrates bei dessen Aprilsitzung.

Kein Aprilscherz – es gab neben dem Beschluss über das Protokoll der vorhergehenden Ratssitzung und einigen Bekanntgaben im öffentlichen Teil tatsächlich nicht mehr zu beschließen.

Ob ein Baum in der Uffenheimer Straße in Aub gefällt werden soll oder nicht, darüber hatte der Stadtrat zu entscheiden. Mündlich wurde ihm von zwei Herren der Antrag entgegengebracht, einen störenden Baum in der Uffenheimer Straße zu entfernen, so Bürgermeister Robert Melber.

Der Baum steht nahe einer Scheune, auf deren nach Süden hin ausgerichtetem Dach die Besitzerin jetzt eine Fotovoltaikanlage errichten will. Diese Anlage hatte der Auber Stadtrat in einer der letzten Sitzungen nur widerstrebend genehmigt.

Schattenwurf als Argument

Jetzt steht der Ahornbaum dort mit seinem Schattenwurf einer möglichst effektiven Stromerzeugung mit der Fotovoltaikanlage offenbar im Wege. Melber stellte den Antrag im Ratsgremium zur Diskussion. Er selbst empfindet den Baum als ein sehr schönes Exemplar, das besonders im Sommer voller Laub das Ortsbild verschöne. Auch verschiedene andere Ratsmitglieder erwiesen sich als Fürsprecher des Ahornbaumes.

Keines der Auber Ratsmitglieder konnte einen Grund erkennen, den gesunden Baum zu entfernen. Auch an anderer Stelle im Stadtbereich seien ähnliche Anträge in der Vergangenheit abgelehnt worden, wenn es darum ging, Bäume auf städtischem Grund zu entfernen, nur weil sie einem Anwohner im Wege standen.

Auch das Angebot der Antragsteller, an anderer Stelle für Ausgleichsmaßnahmen zu sorgen, konnte den Stadtrat nicht umstimmen.

Für die Vögel, die Bienen und Insekten sei der Baum Lebensraum, er verbessere die Luft und verschöne die Umgebung.

„Einen gesunden Baum macht man nicht einfach weg, nur um wirtschaftlichen Interessen zu dienen“, resümierte Bürgermeister Robert Melber.

Abschließend lehnte das Ratsgremium den Antrag, den Baum zu entfernen, einstimmig ab.

Brücken-Abbruch ab 15. April

Bürgermeister Robert Melber informierte den Stadtrat darüber, dass nach Auskunft des Straßenbauamtes mit dem Rückbau der alten und dem Neubau einer neuen Gollachbrücke voraussichtlich am 15. April begonnen wird.

„Start ist dann, wenn von staatlicher Seite die Umleitung ausgeschildert und die Überfahrt über die Brücke gesperrt wird. Die Stadt Aub hat darauf keinen Einfluss“, stellte der Auber Bürgermeister im Hinblick auf verschiedene Rückfragen aus der örtlichen Bevölkerung zum Bauprojekt klar.

Gertraud Rappert wollte wissen, warum das Apothekerbrückchen noch nicht freigegeben wurde. Da fehle noch der Handlauf am Geländer, informierte der Bürgermeister. Der solle aber in diesen Tagen angebracht werden.

Karlheinz Krieger freute sich darüber, dass inzwischen die Mitfahrerbänke aufgestellt wurden. Jetzt solle man aber auch die Bevölkerung informieren, was es damit auf sich habe.

Dies werde die kommunale Allianz übernehmen, so Melber. Im gesamten Allianzgebiet wurden solche Bänke aufgestellt, in Aub stehen Bänke am alten Seniorenheim und in der Ochsenfurter Straße. age