Hohenlohe-Franken

Künzelsau Zentrale Atemschutzwerkstatt wurde saniert und erweitert / Neuer Gerätewagen „Atemschutz“ in Dienst gestellt / Tag der offenen Tore

Ein guter Ausgangspunkt für die Zukunft

Einen „guten Ausgangspunkt für die Zukunft“ sieht Künzelsaus Bürgermeister Neumann in der modernisierten Atemschutzwerkstatt und der Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs.

Künzelsau. Strahlend begrüßte Stadtbrandmeister Thomas Böhret die Gäste auf dem Hof der Feuerwache Künzelsau. Es gab zwei Gründe zum Feiern: Die Einweihung der sanierten und vergrößerten Zentralen Atemschutzwerkstatt und die Übergabe des neuen Gerätewagens Atemschutz.

Der Chef der Künzelsauer Feuerwehr erinnerte an die Unwetternacht vom 29. Mai 2016. „Wenn ich vor dem Unwetter einen Antrag auf Erweiterung der Atemschutzwerkstatt gestellt hätte, weiß ich nicht, ob er erfolgreich gewesen wäre.“ Die Schäden durch den Starkregen im Mai 2016 waren jedenfalls Anlass, für eine grundlegende Sanierung und Erweiterung der zu klein gewordenen Atemschutzwerkstatt, die für alle Feuerwehren im Hohenlohekreis die Atemschutzgeräte wartet. Bis zur Fertigstellung der neuen Atemschutzwerkstatt sind die benachbarten Werkstätten eingesprungen. Dafür bedankte sich auch Landrat Dr. Matthias Neth. 85 Prozent der nach Abzug der Zuschüsse verbleibenden Investitionskosten, rund 475 000 Euro, fließen als Zuschuss vom Hohenlohekreis, vom Land kommen weitere 62 000 Euro hinzu. Die Albert Berner-Stiftung gibt 8000 Euro. Rund 84 000 Euro wird voraussichtlich der Beitrag der Stadtverwaltung Künzelsau sein.

Insgesamt rechnet man im Rathaus mit Kosten von rund 650 000 Euro. „Ich wünsche immer ein gute Nutzung“, so Landrat Dr. Neth, „und, dass die Feuerwehrleute immer gut heimkommen.“

„Jetzt haben wir einen guten Ausgangspunkt für die Zukunft“, freute sich Bürgermeister Stefan Neumann.

Er gratulierte Stadtbrandmeister Thomas Böhret zum Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber. Dekan Dr. Friedemann Richert, Pfarrer Erhard Nentwich und Erzpriester Martinos Petzolt gestalten den ökumenischen Gottesdienst, in dessen Rahmen das neue Fahrzeug und das neue Gebäude gesegnet werden.

Nach verschiedenen Grußworten überreichte Wolfgang Brosig, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands Hohenlohe, dem Künzelsauer Ehrenbürger Albert Berner die Auszeichnung „Partner der Feuerwehr“ für die Berner Deutschland GmbH. „Wir sollten mehr Partner wie Sie haben“, hielt Thomas Böhret fest. Er sprach damit nicht nur die finanzielle Unterstützung an.

„Wenn die Betriebe den Feuerwehrkameraden für die Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr nicht mehr freigeben, können die Kameraden nicht mehr helfen.“

Abschließend bedankte sich Thomas Böhret für die Bereitstellung der Mittel zum Ausbau der Zentralen Atemschutzwerkstatt, für die sanierte Fassade mit den neuen Jalousien, die Florianstube, den neuen Funktisch, der noch in diesem Jahr geliefert wird und den mobilen Hochwasserschutz, damit auch die Gerätschaften im Gebäude in Zukunft gesichert werden können.

Den Feuerwehrkameraden und deren Partnern dankte er besonders für deren Einsatz und Engagement, bevor er von Landrat Dr. Neth und Bürgermeister Neumann den symbolischen Schlüssel für den Gerätewagen Mercedes Atego in Empfang nimmt.

Der neue Lkw hat 290 PS und kostet rund 291 000 Euro. Er kommt bei Großschadensereignissen für den Transport der Atemschutzgeräte zum Schadensort im Landkreis zum Einsatz. Die Kosten teilen sich das Land (116 000 Euro), der Hohenlohekreis (145 000 Euro) und die Stadtverwaltung Künzelsau (30 000 Euro). „Bei immer mehr Einsätzen verwenden wir die Atemschutzgeräte“, erklärte Gerätewart Wolfgang Hornung beim Rundgang durch die neue Atemschutzwerkstatt.

Rund 18 Kilogramm wiegt das ganze Atemschutzgerät, das beim Einsatz zusätzlich zum Schutzanzug und der körperlichen Beanspruchung von den Einsatzkräften getragen werden muss.