Hohenlohe-Franken

Schwäbischer Albverein Sonnwendfeier in Satteldorf

Flammen loderten weithin sichtbar in den Nachthimmel

Archivartikel

Satteldorf.Dunkle Wolken zogen am Samstag über Satteldorf auf, und eine Gewitterfront ließ für die Sonnwendfeier des Schwäbischen Albvereins schon das Schlimmste befürchten. Dass der Abend dann doch noch in trockenen Tüchern verlief und sogar ein wunderschönes Abendrot an den Himmel zauberte, trug maßgeblich zum Gelingen der Feier bei.

Jürgen Buscher, seit über 20 Jahren Vorsitzender der Ortsgruppe, hat nach 1990 und 2007 schon die dritte Sonnwendfeier mitorganisiert und weiß, dass die Ausrichtung eines solchen Events nur mit vereinter Kraftanstrengung möglich ist. Immerhin stemmte seine 67 Mitglieder zählende Ortsgruppe den Aufbau des Feuerstoßes und der Zelte innerhalb weniger Stunden am Samstagvormittag. Rainer Ussner leitete die Wanderung auf den Hornberg und erklärte die dortigen Gipslagerstätten und den Abbau sowie Rekultivierungsmaßnahmen durch die Firma Knauf, sparte aber auch die Probleme solcher Flächen hinsichtlich der Akzeptanz bei der Bevölkerung nicht aus. Nach der Rückkehr der Wanderer folgten verschiedene Grußworte. Bürgermeister Kurt Wackler sprach die vorbildliche Arbeit der Ortsgruppe an und die hohe Qualität des Jahresprogramms. Gauvorsitzender Andreas Raab betonte, dass die Durchführung der Sonnwendfeiern angesichts der Mitgliederstruktur keine Selbstverständlichkeit sei und ließ anklingen, dass der Burgberg-Tauber-Gau über mögliche Veränderungen in der Zukunft nachdenken werde. Kulturwartin Ingeborg Raab legte den Fokus in der obligatorischen Feuerrede darauf, dass die Beherrschung des Feuers für den Menschen ein elementarer Schritt war, um sich die Natur untertan zu machen. Das Gegenteil habe sie in der Vorwoche bei einer Wanderung an der ehemaligen Zonengrenze erlebt. „Dort, wo früher die Todeszone lag, hat sich die Natur den Todesstreifen zurückerobert“, berichtete sie aus eigener Anschauung.

Dann waren die Fackelträger zur Entzündung des Feuerstoßes nicht mehr zu halten.

Annika (9) und Felix (4) Haupt trugen mit anderen Kindern die Fackeln zu den Reisigbündeln im Innern und sorgten mit dem Vorsitzenden für das Entflammen. Bürgermeister Kurt Wackler sollte mit seiner Ansage Recht behalten: „Das Feuer wird von hier aus weithin im Hohenloher Land zu sehen sein“. Gelodert hat es noch fast bis Mitternacht. ls