Hohenlohe-Franken

Hohenlohe Zentralarchiv Wie erlebten hohenlohische Untertanen den Dreißigjährigen Krieg?

Führender Experte gibt Antworten

Archivartikel

Neuenstein.Dreißig Jahre Krieg – was vor 400 Jahren begann, mündete in einer der größten Katastrophen der deutschen und europäischen Geschichte. Verwüstungen und Plünderungen, Hunger und Not führten zu Epidemien und enormen Bevölkerungsverlusten, hinterließen zerstörte Familien und traumatisierte Überlebende. „Und wo wir hin nur schaun, ist Feuer, Pest, und Tod, der Hertz und Geist durchfähret ...“, so hat der Dichter Andreas Gryphius in seinen „Tränen des Vaterlands“ 1636 Lebenswirklichkeit und Lebensgefühl der damaligen Menschen in Worte zu fassen versucht.

Auch die Menschen auf der Hohenloher Ebene waren hautnah betroffen. Ihr Alltag veränderte sich durch Durchzüge und Einquartierungen. Plünderungen, Beschlagnahmungen und die hohen Abgaben, die die durchziehenden Truppen verlangten, ließen die lokale Ökonomie durcheinandergeraten, Schulden häuften sich an. Drei Seuchenwellen dezimierten die Bevölkerung. Wie reagierten die Menschen auf diese apokalyptischen Erfahrungen? Wie deuteten sie das Erlebte? Diesen Fragen wird im Workshop nach einem einleitenden Impulsreferat bei gemeinsamer Quellenlektüre und Diskussion nachgegangen. Lesekenntnisse in deutscher Schrift sind nicht erforderlich.

Der Referent, PD Dr. Frank Kleinehagenbrock, hat über die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges auf die Grafschaft Hohenlohe promoviert und ist der führende Experte für die skizzierte Thematik. hza