Hohenlohe-Franken

Stadtsanierung Bahnhofsareal in Schrozberg eingeweiht / Weitere Maßnahmen kurz vor dem Start

Gleich um einige Blickfänge reicher

Archivartikel

Schrozberg.Mit der Einweihung des Bahnhofsareals ist in Schrozberg ein weiterer Meilenstein der Erneuerung und Verschönerung erreicht. Und der Prozess geht weiter.

Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden – und auch die Sanierung der Innenstadt ist nicht an einem Tag zu bewerkstelligen“, sagte Bürgermeisterin Jacqueline Förderer bei der Einweihung des Schrozberger Bahnhofsareals.

Die Verwaltungschefin brachte gemeinsam mit Vertretern aus Land, Landkreis und der Stadt, mit Planern, beteiligten Firmen und nicht zuletzt den Anwohnern und Geschäftsinhabern ein Großprojekt zum Abschluss, das das Gesicht der Stadt Schrozberg positiv verändert hat.

Nicht nur das Bahnhofsgebäude, das inzwischen ein Kulturdenkmal ist, und die alte Post wurden aufwendig saniert – beide befinden sich heute in Privatbesitz –, auch Plätze, Wege und Straßen wurden neu gemacht, bekamen Pflaster, Blumenbeete und Bäume. Beim Rundgang durch das Sanierungsgebiet – vom alten Schulhaus, in dem heute die Firma Hakro ihren Sitz hat, bis zum frisch renovierten Wohn- und Geschäftshaus der Kronenmetzgerei – war es deutlich zu sehen: Schrozberg ist um einige Blickfänge reicher geworden.

Das gesamte Sanierungsgebiet „Innenstadt“, von dem das Bahnhofsareal ein Teilstück ist, wurde 2009 in das Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ (ASP) aufgenommen. Ursprünglich sollten 1,17 Millionen Euro an Fördergeldern in das 12,53 Hektar große Gebiet fließen. Inzwischen wurden die Fläche auf 13,27 Hektar vergrößert und die Finanzmittel auf 6,92 Millionen Euro aufgestockt.

Private Gebäude modernisiert

Die Sanierung des Bahnhofsareals erfolgte in den Jahren 2016 und 2017 – zunächst mit Tiefbauarbeiten und dann mit der Bepflanzung und Elektrifizierung. Parallel profitierten viele Hauseigentümer von den Fördermitteln, berichtetet Förderer: „In den vergangenen Jahren wurden sieben private Gebäude abgebrochen und 17 private Gebäude modernisiert.“

Am Bahnhofsgebäude wurde eine Ladestation für Elektrofahrräder und für Elektroautos installiert. Auch die Westfranken-Bahn will investieren: Sie plant eine Sanierung und Modernisierung der Bahnübergänge und Bahnsteige, die künftig barrierefrei sein werden. Förderer: „Wir werden bald einen rundum schönen Zugang für unsere bahnreisenden Gäste haben.“

Das Thema Stadtsanierung ist noch nicht abgeschlossen. Am 9. Juli beginnen die Arbeiten für den letzten Bauabschnitt auf der Blaufeldener Straße, und auch der Bau der Bibliothek startet in Kürze. „Das Stadtsanierungsprogramm wird 2020 abgeschlossen“, so Förderer, „aber der Prozess der Stadterneuerung geht niemals zu Ende.“ cho