Hohenlohe-Franken

Zuchtviehauktion Tiere mit Top-Qualität verzeichnet / Durchschnittspreis bei den Kälbern zieht spürbar ran / Spitzenbulle wechselt für 2350 Euro den Besitzer

Großes Angebot an Tieren trifft auf eine starke Nachfrage

Archivartikel

Ilshofen.Die mit 490 Tieren gut beschickte Auktion der Rinderunion Baden-Württemberg in Ilshofen vermeldet eine stabile Nachfrage bei den melkenden Tieren, die zu konstanten Preisen die Besitzer wechselten. Bei den Kälbern stieg der Durchschnittspreis gegenüber den Vormärkten qualitäts- und nachfragebedingt spürbar an.

Nachdem dieses Mal leider keine Holsteintiere im Angebot waren, begann die Versteigerung gleich mit dem von Stefan Göggerle aus Rainau-Dalkingen angebotenen Monaco-Sohn aus einer hochleistenden Webal-Tochter. Der Bulle beeindruckte durch seine hervorragende Entwicklung und seinem tadellosen Exterieur und wurde für 2350 Euro verkauft.

Mit 53 melkenden Tieren war hier das Angebot sehr umfangreich mit einer breiten und hochwertigen Spitze. So leisteten die sechs in der Spitzengruppe laufenden Jungkühe im Durchschnitt 31,9 kg Milch und bestachen durch ihr weit überdurchschnittliches Erscheinungsbild. An erster Stelle lief die mit 36 kg Milch leistungsstärkste Jungkuh. Hierbei handelte es sich um eine typvolle Evergreen-Tochter vom Betrieb Klenk aus Althütte-Fautsbach, der gleich bei seiner ersten Auktionsbeschickung einen tollen Einstand feierte und mit einem sehr guten Preis von 2100 Euro belohnt wurde. Er nutzte zum einen die Unterstützung seiner zuständigen Außendienstmitarbeiterin und wie mehrere andere Beschicker auch den Auktionsservice der RBW. Ihr folgte eine sehr junge, aber enorm entwickelte Zapfhahn-Tochter vom Betrieb Rechner aus Mudau-Reisenbach sowie eine komplette Hutera-Enkelin von der Kemmler-Landwirtschafts-GbR aus Kusterdingen, die auch noch eine tolle Ulemo-Tochter in der Spitzengruppe platzieren konnte. Komplettiert wurde das Spitzensextett von einer Evra-Tochter von Familie Haag aus Sulzbach/Murr- Berwinkel sowie einer Hades-Enkelin vom Betrieb Sperr aus Satteldorf - Bölgental. Die Preise dieser sechs Kühe bewegten sich zwischen 2020 und 2200 Euro. (Durchschnitt: 1630 Euro).

Sowohl bei den Kuh- als auch bei den Bullenkälbern konnte sich der Preis erholen. Dies lag sicher an der stabileren Nachfrage, aber auch an der Qualität. Die 72 Kuhkälber wogen im Durchschnitt 81 kg und erlösten netto je kg Lebendgewicht 3,06 Euro bzw. 248 Euro je Tier. 364 Bullenkälber kamen bei einem Durchschnittsgewicht von 83 kg auf einen Nettopreis von 5,10 Euro je kg Lebendgewicht bzw. 423 Euro je Tier.