Hohenlohe-Franken

Auber Stadtrat Veranstaltungsraum für gesellschaftliche Ereignisse gesucht / Zustimmung zu „Mitfahrer-Bänken“

Heeresflieger dürfen landen

Bauen, Bundeswehr und Zuschüsse – der Auber Stadtrat hatte in seiner Schlussitzung eine größere Tagesordnung abzuarbeiten.

Aub. Mit einem Antrag zur Änderung der Tagesordnung begann die letzte Sitzung vor Weihnachten im Auber Stadtrat. Ratsmitglied Theo Theuerkaufer beantragte, einen Tagesordnungspunkt der nichtöffentlichen Sitzung öffentlich zu behandeln, da Interessen der Allgemeinheit berührt und Gründe für die nichtöffentliche Beratung nicht erkennbar seien. In der Abstimmung scheiterte er mit seinen Antrag allerdings an den Gegenstimmen der Mehrheitsfraktionen aus CSU und Baldersheimer Liste. Lediglich die drei Mitglieder der Fraktion der UWG stimmten für seinen Antrag.

Erst zum Ende der Sitzung sprach Bürgermeister Robert Melber diesen Punkt dann doch noch öffentlich an. Demnach lag dem Gremium der Antrag einer Gruppierung vor, sich Gedanken darüber zu machen, ob künftig ein geeigneter Veranstaltungsraum für gesellschaftliche Ereignisse zur Verfügung gestellt werden könne. Da Gastwirt Karl Lochner seinen Betrieb zum Jahreswechsel einschränke, sei nicht sicher, ob und auf welche Dauer der Saal künftig noch genutzt werden kann. Die Stadt müsse sehen, wie sie damit umgehen könne. Auf längere Sicht müsse da eine Lösung gefunden werden. Nähere Angaben zu diesem Antrag machte der Bürgermeister nicht, sondern ließ lediglich wissen, dass nichtöffentlich beraten werde.

Zum wiederholten Mal befasste sich der Rat mit einem Antrag eines Hauseigentümers, sein Wohnhaus in der Harbachstraße neu zu gestalten. Nachdem in vergangenen Sitzungen bereits der Antrag abgelehnt wurde, schadhafte Sandsteingewänder der Fenster auszumauern und die Fensteröffnungen mit Edelstahlschwertern zu umrahmen und die Bruchsteinmauern seines Hauses zu verputzen, stimmte das Gremium auch dieses Mal nur teilweise zu.

Haus ortsbildprägend

Der Städtebauplaner hatte empfohlen, zu genehmigen, dass die Fenstergewänder mit Putzgewändern, sogenannten Faschen, versehen werden können. Den beantragten Außenputz auf die Fassade lehnte der Städtebauplaner allerdings ab. Das Gebäude ist aus seiner Sicht als ortsbildprägend qualifiziert. Die Natursteinfassade soll erhalten bleiben. Der Stadtrat schloss sich der Auffassung des Städtebauplaners an, genehmigte die Faschen und lehnte mehrheitlich das Verputzen der Natursteinfassade ab.

Der Stadtrat erteilte dem Luftfahrtamt der Bundeswehr die Erlaubnis, auf dem Gebiet der Stadt Aub Starts und Landungen auch außerhalb genehmigter Flugplätze durchzuführen. Betroffen sind zwei Gebiete in den Gemarkungen Baldersheim und Burgerroth abseits der Wohngebiete, auf denen die Bundeswehr mit Hubschraubern ihres Standortes Niederstetten zu Übungszwecken jährlich insgesamt 200 Landungen und Starts durchführen will. Wie Ratsmitglied Manfred Neeser zu berichten wusste, übten dort die Hubschrauber schon seit über 25 Jahren. Der Stadtrat erteilte seine Zustimmung für das Jahr 2018.

Um das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs zu ergänzen beabsichtigt die ILEK-Gruppe „Fränkischer Süden“ an den Ausfallstraßen der Mitgliedsgemeinden besonders gekennzeichnete Bänke aufzustellen, auf denen an Mitfahrten Interessierte auf Mitfahrgelegenheiten warten können.

Vorbeifahrende Fahrzeuge wissen, dass Personen, die auf diesen Bänken warten, mitgenommen werden wollen. Diese Bänke werden besonders gekennzeichnet, beispielsweise in roter Farbe gehalten. Die Kosten belaufen sich auf rund 450 Euro je Bank.

Der Stadtrat war diesem Vorschlag gegenüber nicht abgeneigt. Zunächst sollen in Aub zwei Bänke an der Ochsenfurter Straße und an der Bahnhofstraße, in Baldersheim soll eine Bank an der Straße in Richtung Aub aufgestellt werden. Für Burgerroth besteht kein Bedarf.

Auf Antrag der Kirchengemeinden beschloss der Stadtrat einstimmig, für die Adventsfeiern den Zuschuss zu verdoppeln. Bisher gibt die Stadt Aub für die vorweihnachtlichen Feiern der Senioren beider Konfessionen jeweils einen Zuschuss von einem Euro je Teilnehmer, künftig erhöht sich dieser Zuschuss damit auf zwei Euro. Die Kirchengemeinden geben jeweils den gleichen Anteil dazu.

Insektenschonend arbeiten

Einem Antrag des Bund Naturschutz, angesichts des Insektensterbens städtische Flächen insektenschonend zu bewirtschaften, will die Stadt Aub so weit als möglich nachkommen. Der Bund Naturschutz schlägt vor, auf Spritzmittel zu verzichten, Wiesenflächen erst im Spätsommer zu mähen und insektenschonend zu bearbeiten. Abweichend vom Rückgang der Insekten konnte zweiter Bürgermeister und Kirchenpfleger Claus Menth berichten, dass die Fledermäuse, die im Dachboden der Stadtpfarrkirche den Sommer verbringen, erfreulicherweise immer mehr werden.