Hohenlohe-Franken

Freiwillige Feuerwehr Aub 145-Jahr-Feier mit Ehrungen / Otto Stüber steht seit 75 Jahren treu zur Wehr

Ihr Dienst ist geleistete Solidarität

Archivartikel

Die große Bedeutung der Feuerwehr für die Allgemeinheit wurde beim Festkommers der Freiwilligen Feuerwehr Aub besonders hervorgehoben. Die Wehr feierte ihren 145. Geburtstag.

Aub. Nach dem Gottesdienst in der Auber Stadtpfarrkirche begrüßten die Kommandanten Harald Krummrein und Stefan Gruber neben den Feuerwehrkameraden auch zahlreiche Gäste zum Festkommers anlässlich des 145. Geburtstags.

Erster Gratulant war Landrat Eberhard Nuss, der „einer leistungsstarken Wehr, auf die sich nicht nur die Bevölkerung in Aub, sondern im gesamten südlichen Landkreis verlassen kann,“ gratulierte.

Nuss überreichte Georg Hemm, Harald Krummrein, Robert Melber, Christian Neeser und Karina Neeser das staatliche Abzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst. Dazu überreichte er die goldene Ehrenamtskarte des Landkreises.

Auf 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr blicken Robert Ödamer und Ludwig Faulhaber zurück. Ihnen überreichte der Landrat das staatliche Abzeichen in Gold und lud sie zu einer Woche ins Gästehaus Sankt Florian, dem Freizeit- und Erholungszentrum der Bayerischen Feuerwehren in Bayerisch Gmain, ein. Die Stadt Aub übernimmt die Kosten für die beiden Ehefrauen, die die aktiven Wehrmänner begleiten können.

Dass die ausgezeichneten Feuerwehrleute so viele Jahre Dienst leisten, zeige, dass die Kameradschaft in der Auber Wehr stimme. Gleichzeitig nannte Nuss die Geehrten Vorbilder für die Jugend, es diesen gleich zu tun. Die Auszeichnung gebe es nicht für ein erreichtes Lebensalter oder für die Vereinsmitgliedschaft, sondern dafür, dass die Wehrleute lange Jahre aktiven Dienst geleistet haben, schloss sich Kreisbrandrat Reitzenstein an.

Die Zähmung des Feuers erkannte Bürgermeister Robert Melber als eine Errungenschaft der Menschheit, die die Zivilisation erst ermöglichte. Demgegenüber sieht er die Vernichtungskraft des Feuers, das, einmal außer Kontrolle geraten, verheerte Landschaften zurücklasse. Einen Brand frühzeitig und effektiv zu bekämpfen ist Ziel der Feuerwehr. Schnelligkeit werde gewährleistet durch Feuerwehrleute vor Ort. Deren Aufgabengebiet gehe aber noch weiter. So helfe die Feuerwehr bei Unfällen und Unwettern. Die Feuerwehr ist zur Stelle, wann immer sie gebraucht werde, ob zur Verkehrsabsicherung bei Veranstaltungen oder zur Rettung von Mensch und Tier. Dies heißt nach seinen Worten aber auch, dass Menschen bereit sind, ihre Freizeit für die Allgemeinheit einzubringen. Feuerwehrdienst sei geleistete Solidarität, die aber nur funktioniere, wenn der, der selbst Hilfe erwarte in Notlagen, auch bereit sei, seinen Teil beizutragen. „So sollte es selbstverständlich sein, dass aus jedem Haushalt, in dem wehrfähige Menschen wohnen….“ Diesen Satz ließ Melber unvollendet.

Aber nicht nur mit dem staatlichen Ehrenzeichen wurden Feuerwehrleute ausgezeichnet, auch die Führung der Auber Feuerwehr ehrte zahlreiche Mitglieder für deren langjährigen aktiven Dienst wie auch für deren Treue zur Wehr. Schon seit zehn Jahren leisten Ramona Menth, Philipp Stüber, Michael Schwarz, Klaus Pfeufer, Daniel Weiß und Eva Ödamer aktiven Wehrdienst. Auf 20 aktive Jahre im Dienst der Feuerwehr können Florian Menth, Sebastian Ödamer, Georg Stüber und stellvertretender Kommandant Stefan Gruber zurückblicken. Für 30 Jahre aktiven Feuerwehrdienst bedankte sich die Auber Feuerwehr bei Andreas und Roland Weinmann, Werner Deppisch, Klaus Reitwießner, Alfred Gehring und Uwe Weinmann, der von den 30 Jahren viele als Vereinsvorsitzender und stellvertretender Kommandant aktiv war.

Auf 25 Jahre Mitgliedschaft im Feuerwehrverein blickte Roman Menth zurück. Seit 40 Jahren gehören Angelika Holz und Erwin Schwarz der Auber Feuerwehr an, Erwin Schwarz ist davon 35 Jahre aktiv. Seit 50 Jahren halten Ehrenkommandant Karl Menth, Karoline Blank und Karola Haag der Feuerwehr die Treue. Die beiden letztgenannten waren Teil einer der ersten Frauenlöschgruppen in den Feuerwehren überhaupt.

Seit 65 Jahren gehört der ehemalige Zeugwart Robert Schwarz der Auber Feuerwehr an und seit gar 75 Jahren, seit 1942, steht Otto Stüber treu zur Auber Wehr, viele Jahre davon als Kassier des Feuerwehrvereines.

Bei allen Geehrten bedankte sich die Auber Feuerwehr mit einer eigens gestalteten Urkunde und einem Bocksbeutel.

Besonderen Dank sprach die Wehr dem aus dem Dienst als Vereinsvorsitzenden und stellvertretenden Kommandanten ausgeschiedenen Uwe Weinmann und seiner Ehefrau Manuela aus. ag