Hohenlohe-Franken

Stadtrat Aub Debatte um Fluchttreppe am Baldersheimer Gemeinschaftshaus

Melber kandidiert nicht mehr

Aub.Eine Fluchttreppe für das Dorfgemeinschaftshaus in Baldersheim sorgte für Gesprächsstoff im Stadtrat. Mit der Außentreppe ist nach seinen Worten bei Veranstaltungen in den Räumen des Dorfgemeinschaftshauses eine höhere Personenzahl zulässig.

Planer Felix Tannenberg stellte erläuterte dem Stadtrat die Planungen für die Treppe, die zu einer Fluchttüre im Obergeschoss führen soll. Die Treppe wird demnach nicht an der Fassade befestigt sondern soll auf Stützen stehen.

Als Baumaterial schlug Tannenberg Cortenstahl vor, eine spezielle Stahllegierung, die nicht behandelt sondern soll sondern eine natürliche Rostpatina ansetzen soll. Die Tritte sollen seinem Vorschlag nach aus gebogenem Warzenblech gefertigt werden.

Mit seinem Vorschlag fand Tannenberg aber nur teilweise Zustimmung im Stadtrat. Klaus Saliger sprach sich dafür aus, die Treppe nicht mit Warzenblech sondern mit Trittrosten zu versehen und mit Sandstrahl zu behandeln.

Edelrost „läuft nicht weg“

Auch dritter Bürgermeister Michael Neckermann hatte mit dem Rost ein Problem: Rostflecken könnten das Pflaster unter der Treppe verschmutzen. „Das ist ein Edelrost, der läuft nicht weg, der bleibt an seinem Platz“ beharrte Tannenberg auf seinem Vorschlag.

Thomas Pfeuffer sprach sich dafür aus, das Material der Treppe an ein vorhandenes Tor anzupassen, so dass ein einheitliches Bild entstehe. Für Theo Theuerkaufer ist der genannte Stahl derzeit zwar schwer in Moden, in zehn Jahren aber will den möglicherweise keiner mehr sehen.

Zweiter Bürgermeister Claus Menth dagegen sah Probleme darin, die Treppe im Winter, wenn es regnet und friert, rutschfest zu machen. Würden die Tritte aus einem Rost bestehen, würde sich Schnee durchtreten und die Treppe sei sicher zu begehen. Dem stimmte Karlheinz Krieger zu. Für ihn hat eine Fluchttreppe zu jeder Zeit sicher zu sein. Bürgermeister Robert Melber legte dem Gremium nahe, sich für eine Treppe zu entscheiden, die auch zum Gebäude passe und nicht aussehe „wie eine Hühnerleiter, die vom Speicher in den Stall führt“. Er sprach sich weiterhin für den vorgeschlagenen Cortenstahl aus.

Mit seiner Auffassung aber stand er alleine und fand letzliche keine Mehrheit im Ratsgremium. Das sprach sich mit großer Mehrheit dafür aus, den Planer damit zu beauftragen, einen Vorschlag zu erarbeiten für eine Treppe mit Gittertrittstufen und adäquat gestrahlter Oberfläche.

Mit dem Abriss und dem Neubau der Gollachbrücke in Aub werde definitiv zum 1. April diesem Jahres begonnen, informierte der Bürgermeister.

Die Planungen für das neue Baugebiet Heerstraße II dagegen haben sich verzögert. In der nächsten Stadtratssitzung wird dieses Thema voraussichtlich auf der Tagesordnung stehen.

Abschließend teilte Melber dem Stadtrat mit, dass dieses Jahr sein letztes im Amt des Bürgermeisters der Stadt Aub sein werde. Zur Kommunalwahl im kommenden Jahr werde er nicht mehr für das Amt kandidieren. 18 Jahre sind nach seiner Auffassung genug, es sei der rechte Zeitpunkt, um aufzuhören. Das solle aber nicht heißen, dass in diesem Jahr nichts mehr passiere: „Dieses Jahr haben wir noch einiges vor“, kündigte er an.