Hohenlohe-Franken

„Bio-Heimat Hohenlohe“ Auftaktveranstaltung nach erfolgreicher Bewerbung als Musterregion / Nächstes Treffen am 12. März

Neun Projekte sollen umgesetzt werden

Hohenlohe.Nach der erfolgreichen Bewerbung auf die Ausschreibung Bio-Musterregion Hohenlohe hat in Schloss Kirchberg/Jagst die Auftaktveranstaltung der Akteure der Bio-Heimat Hohenlohe stattgefunden. Einem Beschluss zufolge sollen zunächst neun Projekte in Angriff genommen werden.

Mit „Hohenloher Bio-Sternen“ werden nach bestimmten Kriterien erzeugte Lebensmittel ausgezeichnet. Das Projekt „Außer-Haus-Verpflegung“ hat zum Ziel, dass künftig möglichst viele Einrichtungen in der Region mindestens ein Bio-Gericht pro Tag anbieten. Eine „Online Plattform Bio-Heimat-Hohenlohe“ soll die Akteure miteinander vernetzen, Angebot und Nachfrage zusammenführen. In Berufsschulen soll eine Ausbildung mit der Zusatzqualifikation „Ökologische Landwirtschaft“ verankert werden. Kooperationen mit Hohenloher Bio-Betrieben sorgen für den Praxisbezug.

Für den „Ernährungsführerschein“, einen praxiserprobten Baustein an den Grundschulen in Baden-Württemberg, soll ein Standardwarenkorb mit Produkten aus Hohenlohe entwickelt werden, auf den die Schulen zugreifen können. Ziel des Projekts „Streuobstwiesen“ ist, den Obstbaumbestand in der Region zu erhöhen. Durch die Entwicklung neuer Produkte, die Qualitätssteigerung durch Umstellung auf Bio und die regionale Vermarktung soll die Wertschöpfung steigen. Im traditionsreichen Schweineland gibt es nur wenige Bio-Ferkelerzeuger. Pilotbetriebe in Hohenlohe sollen gewonnen werden, um eine standortangepasste und tiergerechte „Bio-Ferkelerzeugung“ zu entwickeln.

Die Touristikgemeinschaft Hohenlohe wird auf der Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn unter anderem einen „Walk of Fame“ mit den jeweiligen Essen-und-Trinken-Stars aus den Regionen präsentieren. Die Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit der „Bio-Heimat Hohenlohe“ wird verstärkt. In Zusammenarbeit mit der Eugen-Grimmer-Schule in Crailsheim sollen Berufsschüler Bio-Landwirtschaft vor Ort in der Praxis kennenlernen. Weitere Weiterbildungsprogramme zur Öko-Ernährungswirtschaft verknüpfen Theorie mit der Praxis. Alle Beteiligten sollen nun aus der Liste ein oder mehrere Projekte auswählen, bei denen sie verstärkt mitarbeiten wollen. Zudem soll schnellstmöglich die Stelle eines Regionalmanagers/einer Regionalmanagerin besetzt werden. Auch Teilnehmer aus dem Initiativkreis für die Bewerbung zur Bio-Musterregion können für die Position qualifiziert sein.

Informationen und Unterlagen zur Ausschreibung gibt es bei der koordinierenden Stelle: Akademie Stiftung Haus der Bauern, Walter Vogt, E-Mail: walter.vogt@hdb-stiftung.com.

Die nächste Vollversammlung der Bio-Heimat Hohenlohe findet am 12. März, 19 Uhr, im Rokokosaal von Schloss Kirchberg/Jagst statt. Alle Interessenten sind willkommen. Das gilt auch für Privatpersonen.