Hohenlohe-Franken

Schloss Kirchberg Erste Öko-Marketingtage im November

Partner vor großen Aufgaben

Kirchberg.Bio boom – im Angebot, im Absatz, in der öffentlichen Wahrnehmung. Deutschland ist heute der größte Absatzmarkt für ökologisch angebaute Produkte innerhalb der EU. Angesichts der Erfolgsstory macht sich auch Unbehagen breit: Kann dies alles noch Bio sein? Wie nachhaltig ist Bio aus dem Ausland? Welchen Labeln kann ich vertrauen? Das fragen sich kritische Verbraucher. Auf welche Lieferantenversprechen ist Verlass? Welche Marktakteure bieten mir einen verlässlichen Absatz ohne Preisdumping? Welche Ideale müssen erhalten bleiben? Wie kommuniziert man die komplexen Themen bis hin zum Verbraucher? Das fragt sich die Branche.

Mit den hochkarätig besetzten Öko-Marketingtagen am 12. und 13. November schafft die Akademie Schloss Kirchberg eine Plattform zur ganzheitlichen Entwicklung des Öko-Marktes. Impulse von Ursula Hudson (Slow Food Deutschland), Felix Prinz zu Löwenstein (Bund ökologischer Lebensmittelwirtschaft) und Rudolf Bühler (Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall), Erkenntnisse aus der Verbraucherforschung von Ulrich Hamm (Universität Kassel) und der Umgang der Lebensmittelvermarktung von Götz Rehn (Alnatura), Thomas Gutberlet (Tegut) und Jürgen Mäder (Edeka Südwest) geben Inspiration für die Diskussionen in den Tagungsworkshops.

Die Veranstaltung im Bauernschloss führt Akteure zusammen, damit neue Partnerschaften entstehen können. Wie sich solche bilden lassen und wie die Werte dem Verbraucher vermittelt werden können, das ist das Thema in den Workshops. Alexander Gerber (Demeter), Alexander Beck (Arbeitsgemeinschaft ökologischer Landbau), Christian Eichert (Bioland) und Hendrik Haase (Foodblogger) teilen ihre Erfahrungen.

Zentrales Thema der Podiumsdiskussion ist die Frage, wie Wertschöpfungspartnerschaften gestaltet werden können. Jan Plagge (International Federation of Organic Agriculture, Bioland) und die Referenten der Tagung beleuchten dieses Thema. pm