Hohenlohe-Franken

Künstlervereinigung „Artgenossen“ Ausstellung zum Thema „Schnäppchenjäger“ eröffnet / Kunstwerke bis 15. Juli zu sehen

Provokativ und tief schürfend

Archivartikel

Die Kunst der Rothenburger „Artgenossen“ ist nicht nur schön – sie ist auch provokativ und tief schürfend. Den Beweis dafür liefern sie auch wieder mit ihrer Ausstellung namens „Schnäppchenjäger“.

Rothenburg. Die lose Künstlervereinigung „Artgenossen“ setzt sich jedes Jahr wieder neu zusammen, sucht sich gemeinsam ein Motto und arbeitet dann auf die Jahresausstellung hin. Mit dem Motto „Schnäppchenjäger“ haben sich die diesmal zehn Künstlerinnen und Künstler aus Rothenburg und Creglingen einen auf den ersten Blick sperrigen Titel vorgenommen. Was sich dann aber in den letzten Monaten an kreativen Ideen entwickelt hat, mündete in außergewöhnlichen Kunstwerken, die jetzt im Rathausgewölbe der Stadt Rothenburg ausgestellt sind.

Bei der gut besuchten Vernissage stellte Christl Straßberger als Sprecherin der Artgenossen die einzelnen Künstler vor. Nach einer einjährigen Pause – an der letzten Ausstellung im Jahr 2016 in den Torwachhäusern beim Eingang zum Burggarten waren nur vier Kunstschaffende beteiligt – sind diesmal die Werke von gleich zehn Künstlern zu bewundern. Beteiligt sind Evelyne Weiß, Petra Freund, Sabine Boas, Willy Kammleiter, Christl Straßberger, Hermann Wolf, Patrick Riefer-Kraus, Andrea Balbach, Carmen Hiller und Bettina Löhr-Hentz. Die drei letzteren sind zum ersten Mal dabei.

Die Schau im Rathausgewölbe vereint die unterschiedlichsten Formen von Kunst: Gemälde, Skulpturen, Keramik, Metallobjekte, Schmuck, Litographien, Papierarbeiten, Lichtobjekte, Holz und Strickarbeiten.

Bürgermeister Kurt Förster freute sich in Vertretung von Oberbürgermeister Walter Hartl über die rege Kunstszene in Rothenburg, die man gerne unterstütze. Von den ausgestellten Kunstwerken zeigte sich der Repräsentant der Stadt beeindruckt.

Die Laudatio hielt der Journalist und Theater-Autor Arno Boas aus Finsterlohr. Der Redner bescheinigte den Artgenossen, „mit subtilem Blick und offenem Visier“ menschliche Schwächen in außergewöhnliche Kunstwerke transformiert zu haben.

Jeder der Künstler habe seinen ganz eigenen Blickwinkel auf das Ausstellungs-Motto entwickelt, doch gemeinsam sei ihre Zielrichtung: die Welt ein kleines bisschen zu einem besseren Ort zu machen.