Hohenlohe-Franken

Hochwasser Treffen der Teilnehmergemeinschaften

Risiko soll vermindert werden

Krautheim.Einmal jährlich lädt das Flurneuordnungsamt des Hohenlohekreises die Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaften (TG) des Dienstbezirks, den Bauernverband und das Landwirtschaftsamt zu einem fachlichen Gedankenaustausch mit Exkursion ein. Vergangene Woche fand dieses Treffen in Krautheim-Neunstetten statt.

Landrat Dr. Matthias Neth wies auf die vielfältigen Chancen zur Verwirklichung wichtiger Vorhaben in der Raumschaft hin, die sich durch Flurneuordnungsverfahren eröffnen. Hier „ergeben sich ganz besondere Gestaltungsmöglichkeiten, weil durch Bodenordnung auch die Eigentumsverhältnisse dauerhaft geregelt werden können“, so Neth.

Schwerpunktthema war in diesem Jahr, wie im Rahmen eines Flurneuordnungsverfahrens, das Hochwasserrisiko durch Starkregen vermindert werden kann. Ein gelungenes Beispiel, wie durch sorgfältig geplante und ausgeführte Rückhaltebecken und Wassergräben eine Ortschaft vor Hochwasser nach Starkregen geschützt werden kann, bietet der Krautheimer Teilort Neunstetten. Bis vor zehn Jahren mussten dort immer wieder Keller im Ortskern nach Starkregen von der Feuerwehr leergepumpt werden. Seit im Flurbereinigungsverfahren an fünf Stellen Rückhaltebecken hergestellt und ein Grabensystem gezielt zur Umleitung des anströmenden Wassers angelegt wurden, gab es keine solchen Schadensfälle mehr.

Positiv wirke sich die Einführung der hangparallelen Bewirtschaftung im Ackerbau und die Platzierung von Grünland an erosionsgefährdeten Stellen aus. Fast in allen Flurneuordnungsverfahren würden derartige Maßnahmen umgesetzt. lra