Hohenlohe-Franken

Im Röttinger Rathaus Ausstellung mit den provokativen Werken von Felix Weber

Seine Arbeiten passen in keine Schublade

Archivartikel

Röttingen.Eigentlich sind seine Ausstellungen in Kunstgalerien zu sehen, doch jetzt stellt Felix Weber erstmals in einem öffentlichen Gebäude aus: im Röttinger Rathaus.

Für Röttingens Bürgermeister Martin Umscheid bietet sich das Rathaus als idealer Ausstellungsort an, kommt in das barocke Gebäude doch dadurch mehr Farbe.

Ihm ist klar, dass Kunst polarisiert und dass das auch in diesem Fall so sein wird. Daher hofft auch der Künstler Felix Weber selbst auf einen offenen Dialog.

Der gebürtige Münchner Weber, der in Röttingen aufgewachsen ist, wohnt seit 1992 im Riedenheimer Ortsteil Lenzenbrunn. Der 54-jährige Künstler passt eigentlich in keine Schublade, denn er malt Bilder, zeichnet Comics und ist gar HipHop-Musiker.

Seine Werke stellt er seit 1983 aus, seit 1992 als „Schlockmaster“. 1991 gründete er das Kunstlabel „Subversion Durch Schlock“ (SDS). In der Kunst von „Schlockmaster“ mischt sich der Geist der Klassik mit der Ästhetik der Massenkultur.

Über die Jahrzehnte hat er einen abstrakten Narrativ entwickelt, seine Kunst ist „Schlockart“ Seoimit wiedererkennbaren Figuren und philosophischem, lyrischen Inhalt in einer Welt, die kommt. Kennzeichnend für seine Arbeit ist das Beharren auf Sex und Gewalt als Grundelement für die seiner Meinung nach progressive Kunst.

Welt vs. Erde

In seiner Heimatgemeinde zeigt er allegorische Stücke mit dem Personal von morgen – Architekt und die Transmenschen – der Kampf Welt vs. Erde, die Naturgewalt von Heidi und dazwischen der Mensch von heute. Eine erste Serie Bilder „Haus des Seins“ wurde bereits zwischen 2007 und 2009 in Wien, Brüssel und Los Angeles ausgestellt, mit der Fortsetzung kommt er nach Hause, hat er doch seine Jugend hier verbracht. Mit der Band „Schlockmaster“ veröffentlichte er zwei Maxi- und eine Langspielplatte.

Die Ausstellung wird das ganze Jahr über während der Öffnungszeiten im Rathaus zu sehen sein – zur Erbauung der Einwohner und als Einladung zum Diskurs.