Hohenlohe-Franken

Fränkisches Freilandmuseum Bad Windsheim „Tag der alten Haustierrassen“ am Sonntag, 27. Mai / Murnau-Werdenfelser Rind ist eine der seltensten Rassen der Welt

Seltene und gefährdete Tiere geben sich ein Stelldichein

Archivartikel

Bad Windsheim.Das Fränkische Freilandmuseum Bad Windsheim veranstaltet am Sonntag, 27. Mai, einen „Tag der alten Haustierrassen“.

Das Blöken der Schafe mischt sich mit dem Gackern des Federviehs und aus der Ferne tönt ein tiefes „Muuuh“. Zum Tag der alten Haustierrassen bekommen die Museumstiere von 10 bis 17 Uhr Besuch von Tieren, die zu den alten, heimischen oder gefährdeten Haustierrassen zählen. Triesdorfer Tiger, fränkisches Gelbvieh, Wollschweine und Schwäbisch-Hällische Landschweine können Museumsbesucher das ganze Jahr über erleben – dazu fränkische Landgänse, die bunte und die weiße deutsche Edelziege, heimische Gänse- und Hühnerassen sowie die Schafherde des Museumsschäfers. Doch an diesem Sonntag sind auch vom Aussterben bedrohte und seltene Tierrassen zu Gast. Die Rinderrassen Pinzgauer, Murnau-Werdenfelser, Pustertaler Sprinzen und Rotes Höhenvieh werden vom Fleischrinderverband Bayern präsentiert. Das Murnau-Werdenfelser Rind gehört dabei zu den seltensten Rinderrassen der Welt und ist extrem gefährdet. Auch Angus- und Limousin-Rinder sind angekündigt. Der Fleischrinderverband möchte die Vielfalt der Rinderrassen zeigen und auf seine Arbeit aufmerksam machen. Auch viele Jungzüchter widmen sich der Fleischrinderzucht und sind zum Tag der alten Haustierrassen im Fränkischen Freilandmuseum zu Gast. Ebenfalls mit dabei ist der „Arbeitskreis Archeregion Gutenstetten“, der sich aus der Regionalgruppe Franken der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen entwickelt hat. Private Züchter unterschiedlicher Ziegen- und Schafrassen sind angefragt und auch der Geflügelzuchtverein Bad Windsheim ist mit einem Querschnitt seiner Hühner- Tauben und Gänserassen dabei. Die Liste dieser tierischen Besucher ist lang – mit dabei sind Arabische Trommeltauben, Dänische Tümmler, Damascener, Brünner Kröpfer, Deutsche Zwerg-Sperber, Appenzeller Zwerg-Barthühner und indische Asil, Altsteirer, Pommerngänse, Deutsche Pekingenten, Zwergenten und Deutsche Puten. Um 11 Uhr wird eine Führung zu „Alten Haustierrassen“ angeboten und um 14 Uhr eine Bienen-Führung mit Imker Josef Kopelent. Jeweils um 10 und 13.30 Uhr werden die Rinderrassen im Ring in der Baugruppe „Regnitzfranken-Frankenalb“ vorgestellt und um 15.30 Uhr die Hunderasse der Großspitze. Kinder können ab 14 Uhr im Hof aus Mailheim „Schablonieren mit tierischen Motiven“.