Hohenlohe-Franken

Hollenbachs Geschichte Edeltraud Ziegler stellt ihr 477 Seiten starkes Buch vor

Spannende Reise bis ins 15. Jahrhundert

Drei Jahre lang hat Edeltraud Ziegler an ihrem Buchprojekt über Hollenbach gearbeitet, hat dafür Archive besucht und Fakten zusammengetragen, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen.

Hollenbach. Herausgekommen ist bei dieses Arbeit ein 477 Seiten starker und 3,8 Kilogramm schwerer Wälzer über die Historie des Mulfinger Teilortes. Sein Titel: „Hollenbach – Ein Dorf mit Geschichte und Geschichten“.

In der Mulfinger Dreschhalle hat die Autorin – gemeinsam mit Co-Autorin Inge Hölzle – das Werk nun vorgestellt und Einblicke in dessen Entstehung gegeben.

„Ich dachte, gleich kriege ich einen Nervenzusammenbruch“, sagt Ziegler angesichts der vielen Zeit, die die Arbeit an dem Buch beansprucht habe. Als Quellen dienten ihr unter anderem Dokumente aus Archiven wie Neuenstein oder den Kirchenbüchern von Hollenbach. Außerdem bekam die ehemalige Hollenbacherin viel Hilfe von Alteingesessenen, von denen fünf inzwischen gestorben sind.

Bereits im Jahr 1972 habe sie von ihrer Mutter von einem Aufschrieb eines früheren Lehrers über die historischen Gegebenheiten des Ortes erfahren, erzählt Edeltraud Ziegler. Damals habe sie diesen bei Hollenbachs Verwaltung ausgeliehen und abgeschrieben, so die Autorin weiter. Vor drei Jahren fand sie diese Notizen wieder, ihre Neugier war geweckt.

Details über das Leben

Als Co-Autorin hat Inge Hölzle, geborene Münz, einen Anhang über ihre Familie geschrieben. Viele Details über das Leben zur Zeit des Nationalsozialismus oder der Nachkriegszeit werden nicht nur Hollenbacher, sondern auch andere geschichtsbegeisterte Leser interessieren.

Zum Publikum in der Hollenbacher Dreschhalle spricht Inge Hölzle in Hollenbacher Dialekt – denn eines ist allen Versammelten klar: „Einmal Hollenbacher, immer Hollenbacher“. Aus dem Jahr 1556 sind die ersten Aufzeichnungen über ihre Familie, deren Leben von Landwirtschaft geprägt war. Auch existieren Aufschriebe über örtliche Brände und eine spektakuläre Sonnenfinsternis, die sich damals noch niemand erklären konnte, erzählt Hölzle.

Wettbewerbs-Beitrag

Mit ihrem Buch nimmt Edeltraud Ziegler übrigens am Landeswettbewerb für den Landespreis für Heimatforschung und Kunst Baden-Württemberg teil.

Im Spätsommer werden dann die Preise vergeben. Die ersten drei Plätze sind mit Geldpreisen dotiert, Edeltraud Ziegler sieht es aber sportlich: „Wie bei Olympia: Dabei sein ist alles“.

Das Buch kann bei Gerhard Bartz in Hollenbach für den Selbstkostenpreis von 65 Euro erworben werden. Außerdem wird es nächstes Jahr beim Fest zum 800-jährigen Bestehen der Ortschaft Hollenbach verkauft. caho