Hohenlohe-Franken

Besonderes Postamt weilte in Rothenburg Sonderbriefmarke zu „Deutschlands schönsten Panoramen“ herausgegeben

Spiegel der deutschen Gesellschaft und Kultur

Archivartikel

ROTHENBURG.Da schlagen sicher nicht nur die Herzen der Philatelisten höher, wenn sich jetzt Rothenburg ob der Tauber mit einer Sonderbriefmarke zu „Deutschlands schönsten Panoramen” zählen darf. Zum Einstand am Donnerstag konnte man sich in einem Sonderpostamt am Marktplatz mit allen Sammler-Varianten eindecken.

Natürlich gehört dazu ein exklusiver Ersttagsstempel sowie eine besonders gestaltete Sonderpostkarte, die auf 2500 Exemplare limitiert ist. Eigentlich sind es sogar zwei Briefmarken, je zu 45 Cent und mit Perforierung in der Mitte, so dass man sich für den linken oder rechten Blick auf das Stadtpanorama entscheiden kann, das von der andern Talseite aus fotografiert wurde.

Schon vor 50 Jahren hatte es die Stadtsilhouette auf eine Briefmarke geschafft, damals in grafischer Darstellung, jetzt sind es gleich zwei Sonderpostwertzeichen, die zusammen das gesamte Panoramabild ergeben und von den Designern Stefan Klein und Olaf Neumann aus Iserlohn als fotografisches Bild umgesetzt wurden.

Stefan Sievert von der Abteilung Postwertzeichen der Deutschen Post sprach bei der Präsentation im Rathaus von der Briefmarke als „Spiegel der deutschen Gesellschaft, ihrer Geschichte und Kultur” Und Briefmarken hätten sich auch im Digitalzeitalter ihr Ansehen bewahrt. Der Kunstbeirat des Bundesfinanzministeriums entscheidet über die Briefmarkenmotive und Rothenburg wird es in einer Auflage von vier Millionen Stück geben ohne weiteren Nachdruck.

Zu der Briefmarkenreihe, die schon seit 2013 existiert, zählen auch Berlin mit dem Gendarmenmarkt Dresden mit dem Elbpanorama, Heidelberg, der Chiemsee, die Moselschleife, die Badische Weinstraße sowie die Gärten von Dessau. Für die Stadt Rothenburg und den Tourismus-Service passt diese Sondermarke ideal zum „pittoresken Rothenburg”, als das sich die Stadt gerade breit vermarktet. Von 2019 bis 2021 rückt man die Themenjahre „Rothenburg als Landschaftsgarten“ in den Fokus. Mit dem Markenmotiv wird der Tauberstadt umso mehr öffentliche Aufmerksamkeit beschert.

Von der „inspirierenden Schönheit” einer einzigartigen Stadtkulisse, die sich jetzt auf den beiden Sonderpostwertzeichen wiederfindet sprach der Post-Vertreter.

OB Walter Hartl zeigte sich erfreut über diese hervorragende Rothenburg-Werbung und ließ traditionsgemäß den Meistertrunkhumpen für die Gäste bei der offiziellen Markenvorstellung kredenzen. Im Tourismusservice war am Donnerstag und Freitag ein Sonderverkaufsstand der Post eingerichtet, und wie groß das Interesse nicht nur von Sammlern ist, zeigte sich in zeitweise langen Warteschlangen. Jeder wollte die limitierten Sammlerstücke ergattern und gerne ließ man sich von den philatelistischen Spezialitäten zum Kauf inspirieren. Vor allem das Ersttagsblatt mit entsprechendem Stempel und die limitierte Sonderpostkarte Rothenburgs waren sehr gefragt. diba