Hohenlohe-Franken

Zuchtviehauktion in Ilshofen Preiskurve bei den Bullenkälbern zeigt wieder leicht nach oben / Zu leichte oder Kälber mit Mängelansagen werden preislich sehr stark abgestraft

Überragende und absolut fehlerfreie Jungkuh beim Fleckvieh

Archivartikel

Ilshofen.Bei der jüngsten Zuchtrinder- und Nutzkälberauktion der Rinderunion Baden-Württemberg in Ilshofen kamen zwei Jungbullen, 27 Jungkühe, zwei Jungrinder sowie 360 Kälber zum Verkauf. Die Jungkühe zogen im Preis deutlich an, auch bei den Kälbern zeigt die Preiskurve leicht nach oben.

Holsteins: Die von Familie Weidner aus Künzelsau-Steinbach vorgestellte lackschwarze Bosarna-Tochter präsentierte sich mit über 33 kg Milch und fehlerfreiem Exterieur hervorragend und erlöste 1620.- Euro. Fleckvieh: Die beiden Bullen wechselten im Durchschnitt für 1960 Euro den Besitzer. Den Höchstpreis von 2150 Euro erlöste ein vom Betrieb Wieland aus Schwäbisch Hall-Otterbach gezüchteter Monaco-Sohn aus einer sehr langlebigen und hoch bewerteten Rumba-Tochter, die bislang zehn Kälber geboren hat. Ein Milchviehbetrieb aus Mecklenburg-Vorpommern sicherte sich diesen Bullen per Kaufauftrag.

Die 26 angebotenen Jungkühe präsentierten sich mit durchschnittlich 29,4 kg Milch sehr leistungsstark mit einer enorm starken sechsköpfigen Spitzengruppe.

Angeführt wurde die Kollektion von einer alles überragenden Rau-Enkelin vom Betrieb Rechner aus Mudau-Reisenbach. Die Kuh präsentierte sich absolut fehlerfrei im Exterieur und leistete starke 32,8 kg Milch. Mehrere einheimische Züchter sowie Züchter aus Hessen hatten sich diese tolle Jungkuh ausgesucht. Nach sehr flottem Bieten erhielt ein Zuchtbetrieb aus dem Schwarzwald bei 2500 Euro den Zuschlag. Auch die zweit- und drittplatzierten Jungkühe stammten aus der Zuchtstätte Rechner. Die Hutmann- und Waliser-Töchter leisteten 28,7 bzw. 32,8 kg Milch und erlösten 1800 und 1900 Euro. Es folgte eine Meterstab-Tochter von der Hof Aischland Milch-GbR aus Weikersheim, die 33,8 kg Milch vorweisen konnte und 1820 Euro erlöste, sowie eine von Familie Dangelmeier aus Aalen-Simmisweiler vorgestellte Hubraum-Tochter mit 30,8 kg Milch (1700 Euro) und nochmals eine vom Betrieb Rechner vorgestellt Rijeka-Tochter mit 31,7 kg Milch (1800 Euro). Bei flottem Marktverlauf ergab sich ein Durchschnittspreis von 1600 Euro.

Die beiden angebotenen Jungrinder brachten 306 kg im Schnitt auf die Waage und wurden für durchschnittlich 640 Euro verkauft.

Zügig wechselten auch die 66 vorgestellten Kuhkälber den Besitzer. Im Mittel 83 kg schwer erlösten sie einen Nettopreis von 2,75 Euro je kg bzw. 228 Euro je Tier.

Auch die Preiskurve bei den Bullenkälbern zeigt wieder leicht nach oben. Spitzenkälber wurden wieder im Bereich von fünf Euro je kg gehandelt. Allerdings werden nach wie vor zu leichte oder Kälber mit Mängelansagen preislich sehr stark abgestraft. Auch nicht enthornte Kälber mussten Preisabschläge hinnehmen. Das durchschnittlich 85 kg schwere Kalb erlöste netto 4,29 Euro je kg bzw. 366 Euro je Tier. ths