Hohenlohe-Franken

Traditionsfest Dinkelsbühler Kinderzeche noch bis zum morgigen Sonntag

Umzüge, Lagerleben und großes Volksfest

Archivartikel

Dinkelsbühl.Umzüge, Lagerleben, historisches Theater und das große Volksfest ziehen Besucher nach Dinkelsbühl – die Stadt feiert noch bis morgigen Sonntag, 22. Juli, die traditionellen Kinderzeche.

Die Geschichte der Kinderzeche entstand im 30-jährigen Krieg, der weite Teile Deutschlands verwüstete und unendliches Leid verursachte. Dinkelsbühl aber blieb durch glückliche Fügung von Zerstörung und Plünderung verschont. Die sagenhafte Rettung vor den Schweden, die 1632 die Reichsstadt bedrohten, bildet noch heute den Hintergrund für ein farbenprächtiges.

Der Überlieferung nach war es das beherzte Eingreifen der Türmerstochter Lore, das die Stadt vor ‚allem Elend‘ im 30-jährigen Krieg bewahrte. Während der katholische Rat noch zögerte und die Stadttore verschlossen hielt, zog Lore zusammen mit allen Kindern Dinkelsbühls dem Feind entgegen und erweichte das Herz der schwedischen Krieger. Zum Dank an ihre Kinder feiert die Stadt alljährlich ihre Rettung mit einem ergreifenden Schauspiel.

Nach Stadtübergabe und Einzug der Schweden beginnt ein großer Festzug in historisch-getreuen Gewändern durch die Gassen der festlich geschmückten Stadt. Darbietungen wie der Schwertertanz des Zunftreigens machen das Schauspiel perfekt. Schließlich versammeln sich alle am Sonntagabend auf dem feierlich beleuchteten Weinmarkt, und die Knabenkapelle beendet mit dem Großen Zapfenstreich die Festwoche. Der genaue Ablauf des Fests findet sich im Internet auf der Seite www.kinderzeche.de.