Hohenlohe-Franken

Kommunalpolitik Bedauern bei Statteldorfer Bürgermeister Kurt Wackler / „Die Leichtigkeit ist weg“ / Anfeindungen und Bedrohungen

Verwaltung soll geplanten Steinbruch verhindern

Archivartikel

Satteldorf.Der Konflikt um den geplanten Steinbruch bei Bölgental hat Spuren hinter lassen, bedauert Satteldorfs Bürgermeister Kurt Wackler im Jahresrückblick. „2018 war in vielerlei Hinsicht ein intensives und anstrengendes Jahr“, sagte Wackler. Es sei in besonderem Maße von den Diskussionen um die Ausweisung eines Steinbruches bei Bölgental geprägt gewesen (wir berichteten mehrfach über das Projekt). Wackler wörtlich: „Es war kein leichtes Jahr.“ Der Bürgerentscheid habe ein klares Ergebnis und der Verwaltung einen klaren Auftrag gebracht. Die werde nun alles in ihrer Macht Stehende tun, um den Steinbruch zu verhindern. Den Antrag der Gemeinde, die Fläche als Abbaufläche aus dem Regionalplan zu nehmen, hat der Regionalverband allerdings abgelehnt.

Deshalb ist das Thema in Satteldorf aber noch lange nicht vom Tisch. Wackler: „Ich habe immer darauf hingewiesen, dass das Thema mit dem Bürgerentscheid nicht erledigt ist.“ Mehr noch: Jetzt fängt es erst richtig an. Die Firma Schön und Hippelein habe angekündigt, im Januar einen Vor-Antrag auf den Abbau zu stellen. Wackler: „Ich hoffe, dass wir im neuen Jahr einen anderen Zugang zu Themen und einen anderen Umgang miteinander finden.“ Denn: „Wie im zu Ende gehenden Jahr der Umgang miteinander war, habe ich mir so nicht vorstellen können“, sagte Wackler. Es sei sehr bedauerlich, „dass es in einer ohne Frage äußerst schwierigen Thematik zu solchen Gräben innerhalb der Gemeinde gekommen ist.“ Umgang und Stimmung hätten sich verändert. „Seither gibt es hier nicht mehr die Leichtigkeit, die wir in der Vergangenheit hatten.“ Das Thema Steinbruch habe Spuren hinterlassen, „das muss man deutlich sagen“.

Er hofft, „dass wir nun eine sachliche und faire, und ich sage bewusst das Wort anständige Art und Weise finden, das Thema zu begleiten“. Wackler bedauert ausdrücklich die „Verhaltensweisen“ den gewählten Vertretern der Gemeinde gegenüber. Damit meinte er Anfeindungen und Bedrohungen, die Gemeinderäte, aber auch Bürger, Verwaltungsmitarbeiter und er selbst zu spüren bekommen haben.

Wackler erinnerte daran, dass es nicht der Gemeinde obliege, über den Abbau zu entscheiden. uts