Hohenlohe-Franken

Hohenloher Kultursommer In die neue Saison gestartet / Zahlreiche Veranstaltungen bis zum 30. September geplant

Vom Wunderkind zum großen Meister

Archivartikel

Neuenstein.Der Hohenloher Kultursommer ist in die neue Saison gestartet. Bis zum 30. September werden wieder zahlreiche hochkarätige Veranstaltungen geboten. Ein erster Überblick.

Im Schloss Neuenstein (Rittersaal) heißt es im Rahmen des jetzt gestarteten Hohenloher Kultursommers am Mittwoch, 6. Juni, 18 Uhr: „Serenata Norrurna“.

Mozarts Adagio und Fuge in c-Moll KV 546 steht dabei am Anfang des Konzerts. Wolfgang A. Mozart setzte sich in Wien ab 1782 stark mit den Kompositionen barocker Meister wie Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel auseinander. Ergebnisse dieses Studiums barocker Musik waren eigene polyphone Werke. Dazu gehört die c-Moll-Fuge, die Mozart zunächst für zwei Klaviere schrieb und dann für Streicherbesetzung umarbeitete.

Das zweite Werk des Abends in Neuenstein wird die so genannte Serenata notturna KV 239 sein. Mozart schrieb dieses Werk 1776 neben einer ganzen Reihe weiterer Serenadenkompositionen.

Samstag, 9. Juni, 18 Uhr: „Vom Wunderkind zum Meister“ im Schloss Neuenstein, Rittersaal.

Die Entwicklung Wolfgang A. Mozarts vom Wunderkind zum jungen Meister nimmt die Kammerphilharmonie Amadé unter der Leitung von Frieder Obstfeld am Samstag, 9. Juni, beim Hohenloher Kultursommer unter die Lupe. Ab 18 Uhr werden im Neuensteiner Schloss die ausgewählten Werke das achte bis 23. Lebensjahr Mozarts beleuchten.

Am Konzertbeginn erklingt Mozarts erste Sinfonie KV 16 in Es-Dur. Mozart schrieb sie 1764 in London. In Neuenstein wird der Violinvirtuose Mark Gothoni das A-Dur-Violinkonzert KV 219 zum Klingen bringen. Zwischen 1773 und 1777 komponierte Mozart seine Violinkonzerte. Vater Leopold Mozart hoffte damals wohl noch ein wenig auch auf eine Virtuosenkarriere seines Sohnes.

Das A-Dur-Konzert zeichnet sich durch gelungene Effekte im Schlusssatz aus. Mozart verwandte hier Ballettmusik zu seinem nie fertiggestellten „Le gelosie del Seraglio“ (Die Eifersüchteleien im Serail). Am Ende des Konzerts im Neuensteiner Schloss wird ein Werk aus dem Jahr 1779 zu hören sein: das Divertimento in D-Dur KV 334. Das umfangreiche sechssätzige Werk besticht nicht nur durch seinen unterhaltenden Charakter, sondern auch durch ernstere Töne.

Harfentanz und große Fuge

Solist Mark Gothoni stammt ursprünglich aus Finnland und ist Professor an der Universität der Künste in Berlin. Er machte sich als Solist und Kammermusiker, u.a. mit dem Mozart Piano Quartett, einen Namen auf allen Kontinenten und in den bedeutendsten Konzertsälen.

Sonntag, 10. Juni, 17 Uhr: „Harfentanz und große Fuge“ im Schloss Neuenstein, Rittersaal.

Johann Wilhelm Hertel: Im Neuensteiner Schloss wird sie das F-Dur-Konzert zusammen mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn am Sonntag, 10. Juni, zu Gehör bringen. Außerdem wird Silke Aichhorn als Solistin zu den „Danse sacrée et danse profane“ von Claude Debussy zu hören sein. Das Konzert ist bereits ausverkauft.