Hohenlohe-Franken

Künzelsauer Abend Bei Einwohnerversammlung neues Bürgerbudget als Hauptthema / Großes Engagement bei Bildung und Betreuung

Weiterer Stützpunkt für Rettungsdienst?

Archivartikel

Künzelsau.Der Bürgermeister ging auf den städtebaulichen Wettbewerb zum Stadteingang Stuttgarter Straße ebenso ein, wie auf die aktuelle Planung für das Mustang-Areal und die großen Veranstaltungen. Eine Welcome-Party für Astronaut Alexander Gerst, das Stadtfest und die Hohenloher Wirtschaftsmesse stehen im Veranstaltungskalender.

Bürgerbudget: 50 000 Euro

Auch das „Bürgerbudget“ stellt Bürgermeister Stefan Neumann erstmals vor. „Wir möchten die Künzelsauer Bevölkerung aktiv mit einbeziehen. Jeder kann mitgestalten und mitentscheiden, welche Projekte und Maßnahmen für Künzelsau wichtig sind und umgesetzt werden sollen.“ Das Bürgerbudget 2019/2020 umfasst insgesamt 50 000 Euro. Welche Wünsche haben die Künzelsauer Bürgerinnen und Bürger? Welche Vorhaben möchten sie gerne umsetzten? Welche Projekte soll die Stadt finanziell unterstützen? Darum geht es beim Künzelsauer Bürgerbudget, das 2019 ins Leben gerufen wurde.

Bis 1. Juni können Vorschläge eingereicht werden. „Die Künzelsauer Bevölkerung weiß am besten, was in Künzelsau fehlt oder welche Vorhaben angegangen werden sollen“, so Neumann. Vorschlagsberechtigt sind alle Vereine, Organisationen, Kirchen und Privatpersonen. Das Projekt muss 2019/2020 umgesetzt werden können; die Finanzierung muss mit dem Beitrag durch das Bürgerbudget gesichert sein; das Projekt muss der Allgemeinheit dienen. Der Gemeinderat entscheidet voraussichtlich im Juli über die Zulassung der Projekte.

Mehr als 30 Millionen Euro habe die Stadtverwaltung in den letzten Jahren in die Sanierung der städtischen Schulen investiert, so Bürgermeister Neumann. Nachdem im vergangenen Jahr die Georg-Wagner-Schule und das Ganerben-Gymnasium den Abschluss der umfangreichen Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten mit Schulfesten gefeiert haben, stehe nun die Sanierung der Schulsporthallen an.

Nacheinander sollen Hallensanierungen in Angriff genommen werden. „Künzelsau setzt Zeichen mit dem gebührenfreien Kindergarten“, so der Bürgermeister. Gleichzeitig werde auch in den Ausbau und die Erweiterung der Kindergärten investiert. Mit den Nachbargemeinden ist die Stadtverwaltung dabei, „die Fragestellung eines Zweckverbandes für eine Großkläranlage im Kochertal zu klären“, sagte Stefan Neumann auf eine Frage aus dem Publikum. Bis die Anlage in einer Größenordnung von geschätzten 60 Millionen Euro Kosten schließlich stehen könnte, würden voraussichtlich noch mindestens sechs bis acht Jahre vergehen. Die Gesundheitsversorgung nach der Schließung des Künzelsauer Krankenhauses und die Situation des Rettungswesens sprach eine besorgte Fragestellerin an. Mit dem Landkreis und der BBT-Gruppe werde an einer zuverlässigen und guten ärztlichen Versorgung im angestrebten Gesundheitszentrum gearbeitet, informierte Stefan Neumann. Es sei geklärt, dass im Bereich des Rettungswesens nach Wegfall des Krankenhauses aufgestockt werden müsse. Die Stadtverwaltung habe deshalb einen Standort für einen weiteren Stützpunkt in Nitzenhausen vorgeschlagen, von wo aus auch weitere Gemeinden im Jagsttal im Bedarfsfall schneller von Rettungswagen und Notarzt erreicht werden könnten.

Den Zustand der Straßen, beispielsweise der Mainzer und Hohenlohe Straße, bemängelt ein Diskussionsteilnehmer. Der Zustand der Straßen in Künzelsau und den Stadtteilen sei in einer Prioritätenliste erfasst, so der Bürgermeister. Mit den Kosten im Blick werde versucht, Straßensanierungen möglichst mit anstehenden Erschließungsmaßnahmen zu koppeln.