Hohenlohe-Franken

Aub Neujahrsempfang der Stadt / Ehrenamtliches Engagement der Bürger gewürdigt

„Wir müssen unsere Lebensweise verändern“

Der Neubau der Gollachbrücke in Aub wird verkehrstechnisch die Jahre 2019/2020 im Gollachstädtchen prägen. Beim Neujahrsempfang blickte Bürgermeister Melber in die Zukunft.

Aub. Auf ein gutes neues Jahr wollte der Auber Bürgermeister Robert Melber nicht nur mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus dem Städtchen anstoßen, sondern er hatte dazu auch Mandatsträger, Behördenvertreter und die Bürgermeister der Gemeinden aus der Region eingeladen.

Das vergangene Jahr bezeichnete Melber als das Jahr der Hitzerekorde und der Trockenheit selbst zu Jahreszeiten, in denen sonst die meisten Niederschläge fallen. Was angesichts des Klimawandels auf die Region, aber auch auf die Rettungsdienste in der Region zukommen werde, lasse sich noch gar nicht abschätzen. „Wir müssen uns mit den Folgen auseinandersetzen“, so Melber: „Wir müssen unsere Lebensweise verändern, das betrifft auch die Art der Fortbewegung, der Wohnsituationen und des Konsumverhaltens“. In seiner Ansprache ging Robert Melber auch auf das Thema ein, das die kommenden Monate in Aub prägen wird: Den Neubau der Gollachbrücke. Von April 2019 bis Juli 2020 wird mit der Gollachbrücke der Stadteingang Nord vollkommen neu gestaltet. Hier finde eine beträchtliche Verbesserung der Verkehrssituation statt, der Neubau stelle aber auch die Auber Geschäftsleute in der Innenstadt vor große Herausforderungen. Mit großer Unterstützung durch die Städtebauförderung werde die Stadt Aub in der Etzelstraße zwei Wohnhäuser so umgestalten, dass dort vier moderne Wohnungen entstehen. Auch die Jugend bekomme ein neues Domizil: Im Obergeschoss des Wasserwachthauses soll der neue Jugendtreff entstehen. Derzeit werden die Pläne entworfen, die dann mit den Behörden und dem Bayerischen Roten Kreuz als Eigentümer des Gebäudes abgesprochen werden müssen. In Baldersheim entsteht derzeit im Rahmen der Dorferneuerung mit großem ehrenamtlichem Engagement ein Dorfgemeinschaftshaus. „Wir werden voraussichtlich noch in diesem Jahr dieses Haus seiner Bestimmung übergeben können“, so der Auber Bürgermeister. In Burgerroth wird die Feuerwehr ein neues Haus bekommen, wenn dort die ehemalige Pfarrscheune entsprechend umgebaut wird. Im Hinblick auf das Asylbewerberheim im Auber Schloss attestierte Melber der Bevölkerung und den Asylbewerbern ein gutes Miteinander, auch wenn es immer wieder einmal Reibereien unter den zumeist jungen Männern, die dort wohnen, gebe. Es sei aber an der Zeit, dass sich der Freistaat als Eigentümer auch einmal überlege, ob das Schloss nicht in anderer Weise genutzt werden könne.

Nicht geändert habe sich in Aub, dass sich eine große Anzahl von Menschen überdurchschnittlich ehrenamtlich engagiere.