Igersheim

Gemeindeforum Aktive evangelische Kirchengemeinde präsentierte sich im Paul-Gernhardt-Zentrum

Großes Lob für vielseitiges Angebot

Igersheim.Einen beachtlichen ökumenischen Schwerpunkt hat das vielseitige Angebot der evangelischen Kirchengemeinde Igersheim. Beim Gemeindeforum im Paul-Gerhardt-Zentrum wurde das deutlich.

Wenn Dekan und Schuldekan zur „Visitation“ in eine Kirchengemeinde kommen, bewerten sie das kirchliche Leben und führen auch Gespräche mit den Repräsentanten der Öffentlichkeit. Beim „Gemeindeforum“ soll das Angebot der Kirche vorgestellt werden und Vertreter von Kommune und Schule, katholischer Kirche und Vereinen sollen ihre „Außenwahrnehmung“ geben – als Anstöße für die Optimierung der Gemeindearbeit.

Die stattliche Zahl von zwölf Gruppen und Teams präsentierte sich beim Igersheimer Gemeindeforum nach dem musikalischen Auftakt mit Mathias Gutemann an der Orgel und den einleitenden Worten von Pfarrer Uwe Krauß, einem Liedvortrag des von Erwin Beitel geleiteten Kirchenchors und einem bildhaften Rückblick auf die Geschichte der jungen Kirchengemeinde.

Gleich vier Gruppen stellten sich vor, die gemeinsam mit der katholischen Kirche aktiv sind: das ökumenische Friedensgebet, der ökumenische Seniorentreff, der ökumenische Frauentreff und der seit 2012 ökumenisch singende Kirchenchor.

Für das Zusammenwirken in der Gemeinde sorgt der Kirchengemeinderat, der Gitarrenspielkreis übt unter Leitung von Uwe Krauß und alle Gemeindemitglieder ab 70 Jahren werden vom Besuchskreis besucht.

Jeden Monat kommt der Gebetskreis zusammen und auch für die Vorbereitung des jährlichen Weltgebetstags gibt es ein Team. Eine aktive Gruppe gestaltet die gut besuchten Jugendgottesdienste „für Junge und Junggebliebene“ und ganz ohne Pfarrer arbeitet das Auferstehungsgottesdienstteam. Pfarrer Ralph Binder, Öhringen, moderierte die Talkrunde.

Bürgermeister Frank Menikheim würdigte die Kirchengemeinde als „Ort, wo man Halt findet in der schnelllebigen Zeit“ und betonte das gute Verhältnis zur Kommune. Beim Sommerfest am Paul-Gerhardt-Zentrum könnten die Menschen „die Kirche aus der Nähe erleben“.

„Wir ergänzen uns“, hob der katholische Pfarrer Hubert Hinz hervor und lobte die gegenseitige Bereicherung und das gute Miteinander mit seinem evangelischen Kollegen. Zudem wünschte er den Evangelischen, dass ihre Gemeinde selbstständig bleibe könne.

Vom Einschulungsgottesdienst als Höhepunkt der Zusammenarbeit mit Uwe Krauß sprach Rektor Rainer Iwansky. Dem Pfarrer merke man an, dass „er seinen Glauben lebt, in seinen Predigten auch eigene Erfahrungen verarbeitet und für die Schule und die Kollegen greifbar und fassbar ist“. Peter Ruess, Vorsitzender des FC Igersheim, würdigte für alle Vereine die vielen Angebote der evangelischen Kirche, insbesondere die Jugendgottesdienste. Er gab auch seiner Hoffnung Ausdruck, dass Uwe Krauß noch lange in Igersheim aktiv sein möge und die Gemeinde wachse.

Zur Vorbereitung der anschließenden Gesprächsrunde hatte es eine Fragebogenaktion gegeben, wo man seine Meinung zum kirchlichen Leben äußern konnte.

An großen Stellwänden fand man dann viel Lob für das vielseitige Angebot, den hohen Einsatz des Pfarrers und der ehrenamtlichen Mitarbeiter – dazu Anregungen für die zukünftige Arbeit.

Sie habe an diesem Abend eine „sympathische lebendige Gemeinde“ erlebt, stellte Dekanin Renate Meixner abschließend fest. Es sei gut, wenn „der Pfarrer in der Gemeinde und auch von Außenstehenden geschätzt wird“. Dank und Anerkennung gebühre jedoch auch den anderen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern. „Zukunftsweisend“ sei der ökumenische Schwerpunkt“ der Gemeinde, denn „gerade angesichts des Umbruchs in Kirche und Gesellschaft ist es wichtig, dass die Kirchen nicht ihre Energie dahingehend verschwenden, Unterschiede zu betonen, sondern gemeinsam in aller Vielfalt den christlichen Glauben bezeugen“.

Bedeutsam sei die Vernetzung der Gemeinde zu Kommune und Vereinen, ebenso zum Kirchenbezirk. Zunehmend wichtig werde auch die Vernetzung mit benachbarten Gemeinden und ein „Aufbruch ins Neue“ im Gemeindeleben – das solle im Rahmen der Visitationsbesuche weiter vertieft werden. peka