Igersheim

„Digitalisierung und Heimat“ Gemeinderat bringt Projekt auf Weg / „Marke Igersheim“ angestrebt

Imagewandel im Blickfeld

Archivartikel

Igersheim.Grünes Licht gab das Igersheimer Gemeindeparlament dafür, das Projekt „Digitalisierung und Heimat“ auf den Weg zu bringen. Es stellte die entsprechenden Haushaltsmittel zur Durchführung der geplanten Maßnahmen zur Verfügung.

Gute Nachrichten hatte Kerstin Walter aus der Verwaltung für die Räte parat, denn „eine Förderung in Höhe von 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben wurde bereits zugesichert“. Förderschwerpunkte seien hierbei die Imageverbesserung, die Stärkung der Identifizierung vor allem junger Menschen mit der Gemeinde, die Entwicklung einer Corporate Identity sowie der „Marke Igersheim“. Durch das Projekt solle konkret erreicht werden, dass die Igersheimer die Vorzüge ihrer Heimat besser kennen- und auch schätzen lernen. Hierzu sei auch die ansässige Wirtschaft als Partner zu gewinnen.

Längst sei erkannt worden, erklärte Walter, dass die „alte“ Identität Igersheim, die in erster Linie auf landwirtschaftlichen und kulturellem Besonderheiten, der Wirtschaft und Bürgerengagement basierte, für junge Menschen nicht mehr attraktiv und umfassend sei. Mit dem Heimatbegriff als Grundstock wolle man mit den Einwohnern eine Corporate Identity entwickeln, die sowohl das Besondere und Verbindende Igersheim auf den Punkt bringe als auch Spielraum für Individualität und Wandel lasse. Dieser Image- und Identitätswandel solle mit Hilfe von Fachleuten vollzogen werden. Es sei das Bestreben, die moderne, digitale Infrastruktur auszubauen, um vor allem den Erwartungen der Jugend und Junggebliebenen sowie der Wirtschaft gerecht zu werden. Aus diesem Grund würden die Handlungsfelder „Bindung und Bedarfe der Jugend“, „Zukunft der Wirtschaft“ und „Digitalisierung des Gemeindelebens“ besonders in den Fokus gerückt. Zu Letzterem habe die Kommune bereits mehrere Leistungen zur Förderung angemeldet, darunter Realisierung eines Jugendprojekts, Erstellen eines Image-Films sowie einer Image-Broschüre und eines Strategie-Workshops.

Das Innenministerium führe das Verfahren, erklärte Kerstin Walter, in zwei Schritten durch. Zunächst könnten Fördermittel für die Durchführung des Bürgerbeteiligungsverfahrens beantragt werden. Erst danach – und nach Entwicklung der Story – würden in einem zweiten Antrag Fördermittel für konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der künftigen Gemeindeidentität beantragt. „Das heißt, dass die eigentlichen, geplanten Maßnahmen noch etwas auf sich warten lassen.“

Bürgermeister Frank Menikheim nannte fas Ganze „gut für die Außendarstellung, da sich die Gemeinde Igersheim dynamisch entwickelt“. Für ihn sei es wichtig, so Gemeinderat Rainer Zierlein, dass „sich die Kommune wieder erkennt, wenn es um die Steigerung der Attraktivität geht“. Hierbei sei es wichtig, „authentisch zu bleiben“.