Igersheim

Schützenverein Igersheim Hauptversammlung mit Wahlen, Ehrungen und einer Satzungsänderung / Mitgliederzahl leicht gesunken

Ins Schützenhaus soll mehr Leben ziehen

Archivartikel

Zentrale Punkte der Hauptversammlung des Schützenvereins Igersheim waren die Wahlen der kompletten Gruppe eins des Vorstands und die Verabschiedung einer neuen Satzung.

Igersheim. Trotz zweier komplexer Themen – Neuwahlen und neue Satzung – ging die Hauptversammlung des Schützenvereins Igersheim zügig über die Bühne. Zum einen weil sich der fast komplette Vorstand wieder zur Verfügung stellte, zum andern weil sich auch die Diskussion zur neuen Satzung – da im Vorfeld gut vorbereitet – in Grenzen hielt. Der alte und neue Erste Vorsitzende Günter Bräu würdigte im Beisein von Bürgermeister Frank Menikheim die stetige Unterstützung seitens der Gemeinde.

In seinem Rechenschaftsbericht ging der Vorsitzende kurz auf die geplante Umstrukturierung des Landesverbandes ein, die auch für die Vereine nicht unerhebliche Veränderungen mit sich bringen wird. Man versuche von oben wohl immer damit zu beruhigen, dass alles gar nicht so gravierend sein und man an der Tradition nicht rütteln werde, aber alleine der Wegfall der Zwischenebene „Bezirk“ stelle eine so einschneidende Veränderung dar, die in der Verbandsführung in ihren Ausmaßen wohl noch nicht ganz erkannt worden sei. Die Sanierungsarbeiten betreffend würdigte Günter Bräu die enormen Arbeitsleistungen der Vereinskameraden, die zu diesem guten Ergebnis führten. Man hoffe, dass die beantragten Fördergelder auch wirklich kommen, dann könnte man das Kapitel Umbau- und Sanierungsarbeiten endgültig positiv abschließen. Da die Arbeiten an einem Gebäude wie dem Schützenhaus niemals ausgehen, habe man schon die nächsten notwendigen Arbeiten ins Auge gefasst. Einige Austritte und Sterbefälle haben dafür gesorgt, so der Vorsitzende, dass die Mitgliederzahl auf 134 Personen leicht gesunken ist. Sorge bereite der weiterhin hohe Altersdurchschnitt und der stagnierende Frauenanteil. Nicht zu vergessen die Jugendarbeit, die auf der Stelle trete. Man hoffe, dass durch die genannten abgeschlossenen Maßnahmen wieder mehr Leben ins Schützenhaus zurückkehre, und künftig auch in größerem Umfang Veranstaltungen zu bekommen sind.

Am Ende zollte Günter Bräu seinen Vorstandskollegen Anerkennung für die tatkräftige Unterstützung. Dies gelte selbstredend auch für die Mitglieder im Ausschuss und alle Aktiven und Helfer des Vereins. Günter Bräu würdigte das kameradschaftliche Miteinander zwischen Schützenverein und Sängerkranz.

Die Verabschiedung der neuen Vereinssatzung war schneller abgehandelt als gedacht. Zwar wurde über einige Punkte diskutiert, doch der Vorstand räumte in der sachlich geführten Aussprache die Bedenken einiger Mitglieder mit präzisen Antworten aus.

Am Ende hatten alle verstanden, dass die neue Satzung unerlässlich ist, um den Verein in eine gesicherte Zukunft zu führen. Die Abstimmung ergab eine überwältigende Mehrheit für die neue Satzung.

Schriftführerin Claudia Lochner befasste sich in ihrem letzten Bericht in diesem Amt ausführlich mit sämtlichen Aktivitäten des Schützenvereins im vergangenen Jahr. Sie erinnerte an die Königsproklamation und das Gassenfest als die beiden zentralen Veranstaltungen. Nicht zu vergessen den tollen Vereinsausflug. Die Igersheimer Schützen seien auch im letzten Vereinsjahr bei einer Reihe von Veranstaltungen mit größeren und kleineren Delegationen präsent gewesen, mit den Hexen vom Spießle auch wieder bei der Igersheimer Fastnacht.

Sportliche Aktivitäten

Sportleiter Michael Zorn informierte die Versammlung über die wieder sehr umfangreichen sportlichen Aktivitäten der Igersheimer Schützen, die derzeit mit sechs Mannschaften (einmal LG, zweimal Lupi, dreimal Spopi) an den Rundenwettkämpfen teilnehmen. Am erfolgreichsten dabei mit jeweils Platz eins und zweimal Platz drei die erste Luftpistolen- Mannschaft (Kreisliga) mit Alexander Becker als bestem Einzelschützen, die erste Luftgewehrmannschaft (Kreisliga B) und die erste Sportpistolen-Mannschaft (Bezirksoberliga), mit jeweils Michael Zorn als bestem Einzelschützen. Gesellschafts-sportliches Highlight war das Königsschießen mit Proklamation und Alexander Becker als neuem Schützenkönig.

Laut Schatzmeister Boris Bobrowski wurde das abgelaufene Jahr mit einem leichten Minus abgeschlossen, was größtenteils auf Umbau- und Renovierungsarbeiten zurückzuführen ist. Der Verein, so der Schatzmeister, steht auf einer gesunden finanziellen Basis. In diesem Zusammenhang wurde bekannt gegeben, dass man in den letzten Jahren insgesamt über 60 000 Euro aus Eigenmittel und Zuwendungen seitens der Gemeinde ins Schützenhaus gesteckt habe, ohne dass der Verein in eine finanzielle Schieflage geraten ist.

Solide Finanzierung

Die Kassenprüfer bescheinigten dem Schatzmeister eine vorbildliche Buch- und Kassenführung die zu keinerlei Beanstandungen Anlass gebe, womit Entlastung zu empfehlen sei. Diese wurde von Bürgermeister Frank Menikheim beantragt und einstimmig erteilt.

Der Bürgermeister gratulierte zu den sportlichen Erfolgen und vor allem zur gelungenen Renovierung des Schützenhauses. Er würdigte die solide Finanzierung der doch sehr hohen Investitionskosten. Die Gemeinde sei den bisherigen Weg des Schützenvereins gerne mitgegangen und werde ihn auch weiterhin mitgehen. Am Ende einer harmonisch verlaufenen Hauptversammlung ehrte der Vorsitzende Vereinsmitglieder namens des Vereins und des Württembergischen Schützenverbandes für Verdienste um das Schützenwesen und langjährige Treue zum Verein.

Wahlen

Die Wahlen gingen recht zügig über die Bühne, da im Vorfeld alle Personalien geklärt werden konnten. Einstimmig bestätigt wurde dabei in geheimer Abstimmung der Erste Vorsitzende Günter Bräu.

Jeweils in offener Abstimmung: Thomas Zängle (Zweiter Vorsitzender), Wolfgang Ikas (Dritter Vorsitzender), Boris Bobrowski (erster Schatzmeister), Michael Zorn (erster Sportleiter), Jürgen Gregor (Jugendschützenmeister), Kurt Käpplinger (Waffenwart), Helmut Michel (Bahnwart), Martin Müller (Bogenreferent) und Hans Hayn (zweiter Kassenprüfer).

Neu in Amt und Würden sind Gerd Kasch als Schriftführer und René Hardes. habe