Igersheim

Förster Klemens Aubele Die große Trockenheit und Schädlinge machen vor allem Fichten zu schaffen

Lage im Wald „besorgniserregend“

Archivartikel

Igersheim.Außergewöhnliche Umstände zwingen zu besonderen Maßnahmen: Ratsmitglied Klemens Aubele hatte in seiner Eigenschaft als Gemeindeförster hinsichtlich des Zustandes des Waldes keine guten Nachrichten parat. „Die Situation ist besorgniserregend“, begann er im Sitzungssaal des Rathauses seine Ausführungen.

Was für die Einen ein Jahrhundertsommer gewesen sei, habe der Natur, da vor allem dem Wald – und hier besonders den Fichten – großen Schaden zugefügt. Die hohe Durchschnittstemperatur vor allem in den Monaten Juli und August in Kombination mit der Tatsache, dass der letzte richtige Regenschauer bereits viele Wochen zurückliege, habe unabsehbare Folgen für den Zustand des Forstes und werde sich auch in finanzieller Hinsicht negativ bemerkbar machen. „Die Fichtennadeln fallen ab, der Borkenkäfer schlägt zu“, brachte Klemens Aubele die Situation auf einen einfachen Nenner. Die Bäume gingen kaputt und hätten keine Chance, sich zu regenerieren. Beginnend in den Kronen, arbeite sich das Problem bis in die Wurzeln hinunter, „der Buchdrucker macht den Bäumen schließlich den kompletten Garaus“.

Bislang seien bereits 500 Festmeter Schadholz eingeschlagen worden, weitere Bäume müssten dem weichen, führte der Gemeindeförster weiter aus. Damit sei der Einschlag schon über dem eigentlichen Plan für dieses Jahr.

„Es wird noch viel schlimmer, denn es wurden weitere 850 Festmeter gekennzeichnet, die gefällt werden müssen.“ Man brauche jetzt ganz dringend Regen, ansonsten sei nicht absehbar, wohin die Entwicklung weiter gehe. Aubele ist, ob der augenblicklichen Situation, sichtlich angefressen: „Ich habe die Schnauze voll, er macht derzeit keinen Spaß im Wald“, fand er deutliche Worte, zumal weiteres Schadholz drohe.

Igersheims Bürgermeister Frank Menikheim nannte die Lage schlicht „frustrierend“. Und Ratsmitglied Georg Schumann ergänzte, dass „aufgrund des vielen Käferholzes die Preise auf dem Markt dramatisch sinken“. Sei die Situation hierzulande bereits alarmierend, gestalte sich das Ganze im benachbarten Tschechien noch weitaus schlimmer. „Dort hat es weniger geregnet als in der Sahelzone“, meinte Schumann abschließend.

Bürgermeister Frank Menikheim fügte noch an, dass man sich in der kommenden Zeit des Öfteren im Gemeinderat mit dem Thema Forst befassen werde. Unter anderem gehe es um die angedachte Forststruktur, von der auch Igersheim betroffen sei. In jedem Fall gebe es viel zu tun, die Arbeit gehe nicht aus.