Igersheim

LG Hohenlohe-Igersheim Beim zweiten Jedermann-Zehnkampf gab es teilweise beachtliche Leistungssteigerungen

Nach vielen Strapazen große Glücksgefühle

Igersheim.Es war wieder eine gelungene Veranstaltung, die die Igersheimer Leichtathleten auf die Beine stellten. Der Jedermann-Zehnkampf, mit dem Reiz die Königsdisziplin der Leichtathletik zu erleben, bereitete allen Beteiligten viel Spaß und sorgte dabei auch für so manche Bestleistung und neue Erfahrung.

In zehn Disziplinen im Bereich der aktuellen Möglichkeiten zu punkten, keinen Fehler zu machen, mental zwei mal sieben Stunden topfit zu sein, das ist der Reiz des Zehnkampfes.

Und diesem Reiz stellten sich wieder viele, die voriges Jahre ihren ersten Zehnkampf absolvierten, mit teilweise enormen Leistungssteigerungen.

Das Besondere am Igersheimer Jedermann-Zehnkampf ist es, dass es verschiedene Wertungsklassen gibt. Zum einem gibt es die Leistungsklasse, nach Regeln der DLO und dann gibt es die Hobbygruppe mit kleinen Erleichterungen, zum Beispiel in der Hürdenhöhe. Und dann als besonderes Bonbon die Paar- und Teamwertung, bei der sich Athleten die Disziplinen aufteilen können, aber trotzdem das Feeling Zehnkampf miterleben.

In der Leistungsklasse war mit Reinhard Rhaue/Mutterstadt der Sechste der Europameisterschaft von 2017 im Zehnkampf mit am Start. Hatte Rhaue 2017 im dänischen Aarhus 5754 Punkte erreicht, steigerte er sich in Igersheim auf 6208 Punkte. Rhaue zum Abschluss: „Der punktbeste Zehnkampf meines Lebens. Wenn es zeitlich nächstes Jahr passt, komme ich wieder.“

Von den Teilnehmern, die voriges Jahr in der Hobbygruppe dabei waren, erzielte der Igersheimer Michael Matthes mit fast 500 Punkten die größte Steigerung.

Den Sieg von Rainer Schuch aus Vorbachzimmern konnte er aber nicht verhindern.

Rainer Schuch kam auf bemerkenswerte 5.85 Punkte und hatte mit 13,3 Sekunden über 100 Meter sein bestes Ergebnis.

Auch bei den Frauen in der Hobbygruppe gab es starke Verbesserungen. Rebecca Rückert/Igersheim steigerte sich ebenfalls um rund 200 Punkte gegenüber 2017. 3130 Punkte waren das gute Ergebnis.

Das Fazit des zweiten Igersheimer Jedermann-Zehnkampfes aus dem Mund der Macherin Kristin Albert: „Das Gefühl, den Zehnkampf mit allen Disziplinen geschafft zu haben und nach den 1500 Meter am zweiten Tag im Ziel zu stehen ist unbeschreiblich – man ist fertig aber trotzdem unglaublich glücklich und fühlt sich super. Das kann man nur nachvollziehen, wenn man es selbst einmal gemacht hat.“ In diesem Sinne geht es an die Vorbereitung für die dritte Auflage 2019. Das Training dazu beginnt am 13. September, zu dem alle Interessenten willkommen sind.

Ebenfalls wurde ein Blockwettkampf für Schüler ausgetragen. Dieser passte sich hervorragend in den Zeitplan des Zehnkampfes, so dass Überlegungen da sind, das Angebot um den Zehnkampf für Schüler und Jugend zu erweitern.

Madeleine Reuther zeigte mit glatten fünf Metern im Weitsprung und 9,7 Sekunden über die 60 Meter Hürden württembergische Spitzenleistungen und gewann sicher die Klasse W13 mit 2434 Punkten.

Bei den Jungs war Robin Dreyer mit 2273 Punkten der Beste. Der Speerwurf mit 29,40 Meter und der Weitsprung mit 4,76 Meter brachten ihm die meisten Punkte. hl