Igersheim

Dorfgemeinschaft Bernsfelden Großes ehrenamtliches Engagement / Einrichtung erhält behindertengerechtes WC und Abstellraum

Sportheim wird Event-Location

Die Bernsfelder sind bekannt dafür, dass sie zupacken, wenn es erforderlich ist – wie jetzt bei der Erweiterung des Sportheims.

Bernsfelden. Markus Rügamer ist seit einigen Jahren Ortsvorsteher in dem Igersheimer Gemeindeteil – einer mit Ideen und Visionen, von denen er in jüngster Vergangenheit bereits einige erfolgreich umgesetzt hat. Derzeit gilt sein Hauptaugenmerk dem Sportheim am Bolzplatz. Denn dies wird in überwiegend ehrenamtlicher Tätigkeit zur Event-Location ausgebaut – unter reger Beteiligung der Dorfgemeinschaft.

Frühzeitig auf den Weg gebracht

„Hier wird das sogenannte ,goldene Klo’ gebaut“, erklärt Rügamer bei einem Vororttermin die Maßnahme. Am ehemaligen Sportplatz des VfR soll eine kleine Feiermöglichkeit geschaffen werden. „Und dazu benötigen wir hier zunächst mal eine Toilettenanlage, die behindertegerecht errichtet wird.“ Durch seinen Vorgänger im Amt des Ortsvorstehers, Michael Schmitt, sei dieses Projekt seinerzeit auf den Weg gebracht worden, indem die Verrohrung hierher gelegt worden sei.

„Es gibt einen harten Kern. aber eigentlich baut der ganze Ort“, zeigt Rügamer auf, dass hier keinesfalls das Sprichwort „Viele Köche verderben den Brei“ zutreffe. Der Jugendclub bringe sich ebenso regelmäßig aktiv ein wie Einzelpersonen, „die einfach Lust haben, mitzuarbeiten“.

Unbürokratische Hilfe

Neben dem barrierefreien WC werde auf der anderen Seite des Gebäudes auch ein zusätzlicher Abstellraum geschaffen. Hierzu sei es erforderlich, die Einrichtungen für Wasser/Abwasser und Elektrik zu installieren, was von Handwerksbetrieben übernommen werde, „die uns sehr unbürokratisch helfen“. Darüber hinaus werde auch das eigentliche Sportheim „etwas aufgehübscht“, das im Übrigen vor etwas mehr als zehn Jahren unter Regie des Jugendclubs im Innenbereich erneuert worden sei. Zu dessen Engagement meint Marcus Rügamer anerkennend: „Ich muss ganz klar sagen, die Jugend ist die beste, die es gibt.“

Kosteneinsparung

Das gesamte Projekt werde in finanzieller Hinsicht von der Kommune gestemmt, nachdem es vom Igersheimer Gemeinderat zuvor abgesegnet worden sei. „Die Kostenschätzungen durch den Architekt belaufen sich auf etwa 50 000 Euro. Ich denke aber, dass wir die ganze Summe auf keinen Fall benötigen werden“, blickt der Ortsvorsteher abschließend nach vorn.

Nach derzeitigem Stand der Dinge sei mit der Fertigstellung bis zum Mai zu rechnen. „Dann gibt es eine Einweihungsfeier mit allen Beteiligten.“

Igersheims Bürgermeister Frank Menikheim findet es „toll, dass dieses Projekt mit so viel Eigenleistung“ durchgeführt werde und zudem noch Kosten eingespart würden. Er sei überzeugt, dass „dadurch die Identifikation mit dem Objekt weiter erhöht wird“.