Jugendseite

Plädoyer Über das Wahlrecht der 16- und 17-Jährigen

Die eigene Heimat gestalten

Archivartikel

„Sie erhalten Nachrichten in Echtzeit auf ihr Smartphone, debattieren auf Internetplattformen und lösen weltweite Schulstreiks für den Klimaschutz aus: die Generationen Y und Z. Gemeint sind damit wir, die ,Jungen’ der Bundesrepublik.

Fakt ist, dass wir etwas verändern können. Warum dann nicht gleich direkt in unserer Heimat, vor der eigenen Haustür? Seit 2013 gilt in Baden-Württemberg das aktive Wahlrecht ab 16 Jahren bei den Kommunalwahlen. Dieses Recht impliziert selbsterklärend, was zu tun ist: Aktiv werden!

Bei ihrer ,Wahlpremiere’ 2014 traten laut einer Statistik der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg 40 Prozent der 16- bis 17-Jährigen den Gang zu Wahlurne an.

Im Gegensatz dazu stehen die 18- bis 25-Jährigen mit 30 Prozent. Insgesamt gingen jedoch weniger als die Hälfte der Wahlberechtigten zur Urne. Ein miserables Ergebnis, dass es zu verändern gilt. Offenbar scheint die Wichtigkeit einer Kommunalwahl – und zwar nicht nur bei den Jungwählern – noch nicht angekommen zu sein.

Die Themen der Kommunalpolitik betreffen die Bürger direkt, finden vor Ort statt und gestalten unsere Heimat.

Ob der Erhalt und die Gestaltung von Schulen, der Feuerwehr, den Radwegen oder dem Schwimmbad – all das fällt in den Aufgabenbereich der Kommunen.

Deren Vertreter zu bestimmen, liegt bei den Wahlberechtigten. Direkter kann man Demokratie (fast) nicht erleben.

Also lasst euch von Begriffen wie ,Panaschieren’ oder ,Kumulieren’ nicht abschrecken, sondern gestaltet mit eurer Wahl die Zukunft unserer Heimat!“

Katharina Merkert