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Dreimal mit Bravour bestanden

Archivartikel

Donnerstag, 23 Mai, Eubigheim. Für eine Gruppe von Kindern im Alter von sieben bis 16 Jahren begann an diesem Tag in der Sporthalle des Lernhauses Ahorn die 72-Stunden-Aktion – und wir waren mittendrin. Vor 15 Jahren hatte unsere Aktionsgruppe „UPS“ schon einmal daran teilgenommen und ein Spielgerät in Form eines Schiffes erbaut, die „Arche Rinna“. Inzwischen wurde diese allerdings baufällig, genau wie das Klettergerüst am Sportplatz des FC Eubigheim, ein weiteres ehemaliges Projekt der Gruppe „UPS“ aus dem Jahre 2001.

Um zu verhindern, dass die Arche vom TÜV abgesperrt wird, hatten wir es uns zur Aufgabe gemacht, sie zu renovieren. Punkt 16.30 Uhr machten wir uns mit Werkzeugen und Schildern beladen auf den Weg, um unsere Aufgaben am Rathaus offiziell entgegenzunehmen. Nachdem wir durch Teamwork einige Rätsel gelöst hatten, durften wir endlich den Umschlag mit allen Informationen und einer dritten geheimen Aufgabe öffnen. Diese bestand darin, ein Abschlussfest am Ende der Aktion zu veranstalten.

Wette mit Bürgermeister Haas

Bürgermeister Haas ging mit uns eine Wette ein: Sollten wir die Aufgaben packen, versprach er uns auf ein Eis einzuladen. Und wenn nicht, müssten wir im ganzen Ort Müll sammeln. Entschlossen machten wir uns an die Arbeit und teilten uns in die zwei Gruppen „Arche“ und „Sportplatz“ ein. Unser Ziel für den ersten Tag war es, sowohl das komplette Deck der „Arche“ als auch das ganze Klettergerüst abzureißen. Nach getaner Arbeit stärkten wir uns bei einem gemeinsamen Vesper und machten uns am Ende des Tages zu einer „Gruselwanderung“ in den Ahornwald auf und übernachteten dann in der Turnhalle.

Am nächsten Tag bildete sich auch die „Abschlussfest-Gruppe“, die einen ökumenischen Gottesdienst am Sonntag planen sollte. Während ein Teil damit beschäftigt war, das neue Klettergerüst aufzubauen, wurde an der „Arche“ schon fleißig geschmirgelt. Die Bretter wurden gewechselt und alles für den neuen Anstrich vorbereitet.

Bis zum Mittag stand das neue Spielgerät schon und so mussten nur noch die Hackschnitzel verteilt werden. Auch bei der „Arche“ wurde die Umgebung verschönert und eine neue Feuerstelle errichtet. Wir hatten sogar ein rostiges Boot geschenkt bekommen, aus dem wir eine neue Sitzgelegenheit bastelten. Am Ende des Tages war die „Sportplatz-Gruppe“ fertig und somit der erste Teil unserer Aufgaben erledigt. Am nächsten Tag konnten wir uns voll und ganz auf die Arche und den Gottesdienst konzentrieren. Jeder hatte etwas zu tun – von Streichen über Flaggen basteln bis hin zum Musizieren der Gottesdienst-Lieder war alles mit dabei. Sogar Dekan Rüdiger Krauth stattete uns nach dem Essen einen Besuch ab, um der „Gottesdienst-Gruppe“ über die Schultern zu schauen. Gegen Nachmittag wurden wir von einem Eiswagen, gesponsert vom Koordinierungskreis, überrascht. Mit neuer Energie machten wir uns frisch ans Werk, die „Arche“ neu zu decken und die Vorbereitungen für den Gottesdienst abzuschließen. Glücklicherweise war die „Arche“ schon am Vormittag bereit zur Abnahme und wir mussten nur noch die dritte Aufgabe erfüllen. Pünktlich um 13.15 Uhr machten wir uns auf zum neuen Klettergerüst, wo zwei Mitglieder des Koordinierungskreises unser Werk begutachteten. Wir waren erleichtert, als sie uns mitteilten, dass wir die ersten zwei Aufgaben mit Bravour erfüllt hatten.

Gemeinsames Abschlussfest

Auch Bürgermeister Elmar Haas und Ortsvorsteher Roland Englert gratulierten uns zu unserem Erfolg und machten sich mit uns auf den Weg zum Schulhof, auf dem der Gottesdienst stattfinden sollte. Dort warteten schon Dekan Rüdiger Krauth und Pfarrer Steffen Kolb sowie viele Besucher. Der Gottesdienst wurde mit selbst geschriebenen Texten und von unserer projekteigenen Band gestaltet, worauf wir sehr stolz waren. Vor allem unsere einstudierte Tanzeinlage des „Sozialaktion-Liedes“ stieß beim Publikum auf Begeisterung und sorgte für den einen oder anderen Lacher.

Im Anschluss ging es sofort mit unserem Abschlussfest weiter, bei dem wir Kaffee, Kuchen und belegte Brötchen servierten. Bürgermeister Haas und Ortsvorsteher Englert mussten noch einige Schätzfragen zur 72-Stunden Aktion beantworten, bevor am Sonntag um 17.07 Uhr die Aktion endete.

Mit Zusammenhalt und Teamwork hatten wir es geschafft, unsere Aufgaben zu erfüllen, und können uns nun auf unser Eis vom Bürgermeister freuen.