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Eine Frage der Einstellung

Archivartikel

Zeitliche Begrenzungen, unter denen gewisse Aufgaben erfüllt werden müssen: Das Leben fordert Leistungen, die körperlich und seelisch belastend sind. Diese Belastungen, denen wir kurzfristig oder auf längere Zeit ausgesetzt sind, können sich schnell zu Stress entwickeln.

Wer hat das nicht schon selbst erlebt? Egal, ob im Beruf oder in der Freizeit, es scheint, als begegne einem Stress überall. Eine dauerhafte Belastung durch Stress kann zu physischen und psychischen Krankheiten führen.

Stress, und wie man damit umgeht, hängt stark von der eigenen Persönlichkeit ab. Stress ist also nicht gleich Stress. Es wird unterschieden zwischen positivem Stress, der viel mehr gesundheitsfördernd und produktiv wirken kann, und negativem, der sich, wie bereits beschrieben, gesundheitsschädlich auswirken kann.

Verschiedene Faktoren

Die Ursache ist meist eine Mischung aus vielen zusammenspielenden Faktoren. Dies kann schon mit der falschen Körperhaltung beginnen. Aber auch äußere Reize wie Hitze, Kälte oder Lärm können Auslöser sein.

Weitere mögliche Ursachen sind Mitmenschen, wie etwa Arbeitskollegen und Vorgesetzte, Bekannte und Freunde oder auch Verwandte. Hier entstehen negative Stressfaktoren durch zu großem Ehrgeiz, ein schwaches Selbstbewusstsein oder Perfektionismus, der einem das Gefühl des Ungenügens gibt. Auch die Suche nach Anerkennung, der Wunsch nach Beliebtheit und die Angst vor Ablehnung sind Stressfaktoren, die in der Gesellschaft entstehen.

Das Tragen von Verantwortung und ein gutes Zeitmanagement sind wichtige Qualifikationen, die oft nicht sofort oder leicht zu handhaben sind. Jedoch geht jeder Mensch anders mit diesen Einflüssen um. So können beispielsweise Termine sowohl positiv als auch negativ gesehen werden. Es kommt auf die innere Einstellung an.

Neuen Studien zufolge sind äußere Einflüsse wie Zeitdruck und Termine nicht schädlich. Vielmehr seien Vielbeschäftigte produktiver und motivierter, deutet ein Psychologe die Ergebnisse. Statt also zu viel Arbeit als unmögliche Herausforderung anzusehen und sich über Stress zu beklagen, ist es von Vorteil, sich über diese Herausforderungen zu freuen und sie zu meistern, so merkwürdig sich das auf den ersten Augenblick auch anhören mag. Stress ist Ansichtssache.

Es stellt sich jedoch die Frage, ob diese Aussage nicht hauptsächlich aus wirtschaftlichen Interessen entstanden ist. Immerhin zählt Deutschland zu einem der größten Industrie- und Wirtschaftsländer. Der stetig wachsende Druck fällt auf die Arbeitnehmer zurück, die unter den gegebenen Anforderungen immer öfter mit psychischen Krankheiten zu tun haben.

Schon die bloße Vorstellung von gewissen Szenarien kann den Körper stressen. Dies hat langfristig Auswirkungen auf die Psyche. Daraus resultieren Depressionen, Angststörungen, Burnout und dergleichen mehr. Dabei verstärken Stressbewältigungsversuche wie Rauchen oder Drogenkonsum die negativen Auswirkungen von Stress nur. Zu diesen Bewältigungsversuchen greift aber vor allem, wer unter chronischem Stress leitet. Objektiv betrachtet, ist Stress an sich nicht schädlich, solange man sich regelmäßig Ruhephasen und Entspannung gönnt.

Tee sorgt für Entspannung

Wellnessurlaub, Entspannungsübungen oder auch verschiedene Teesorten sind nur vorübergehende Ausweichmöglichkeiten, mit denen man dem Stress für eine begrenzte Zeit entfliehen kann. Dabei ist es sehr leicht, eine falsche Sicht auf die Dinge in seinem Umfeld zu bekommen, wenn man alle Stressfaktoren als negativ wertet.

Diesbezüglich gilt es also, eine positive Einstellung zu den alltäglichen Einflüssen zu bekommen, anstatt sich von Herausforderungen negativ prägen zu lassen und dementsprechende Ansichten zu bekommen.

Ist es einem jedoch nicht möglich, seine negativen Ansichten zu ändern, sollten die Lebensumstände in den Blick genommen werden.