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Frisbees in die Tonne

Archivartikel

Draußen scheint die Sonne, und vom Sommer ist noch lange kein Ende in Sicht. Schwimmbad, See und Co. sind völlig überfüllt, aber den Tag im Haus zu verbringen, kommt gar nicht in Frage. Wie wäre es denn mit einem kleinen Ausflug in den Park? Unsere Mitarbeiterin hat einige Outdoorspiele ausgesucht, mit denen sicher keine Langeweile aufkommt.

Crossboule

Bei Crossboule handelt es sich um das französische Spiel Boule – allerdings in etwas anderer Form. Denn für Crossboule braucht man keine angelegten Boulebahnen. Asphalt, Wasser, Wiese, Treppenstufen oder Sand: Für Crossboule eignet sich fast jeder Untergrund. Die Spielregeln sind die gleichen wie beim Boccia: Jeder Spieler bekommt drei mit Kunststoffgranulat gefüllte Stoffkugeln. Je näher, desto besser. Der Spieler, dessen Kugel am nächsten zur Zielkugel liegt, hat gewonnen.

Kubb

Das schwedische Wurfspiel Kubb stammt von Wikingern und wird deshalb auch Wikingerschach genannt. Hier geht es aber eher um Wurfgenauigkeit als strategische Spielzüge. Das Spiel besteht aus rechteckigen Holzklötzen und runden Wurfhölzern. Zuerst versucht das gegnerische Team, die Knechte zu erobern, also sie mit den Wurfhölzern umzuwerfen. Sind alle Knechte gefallen, kommt der König an die Reihe. An diesem Spiel können beliebig viele Leute teilnehmen, es empfiehlt sich aber eine Anzahl zwischen zwei und zwölf.

Slacklinen

Vom Slacklinen hat wohl fast jeder schon mal gehört. Doch wer hat es auch schon ausprobiert? Alles, was man braucht, sind zwei Bäume oder feststehende Stangen, zwischen denen man das Kunstfaserband spannen kann. Befestigt wird es etwa in Kniehöhe und schon geht’s los. Einziges Ziel ist es, auf dem Band zu laufen, ohne herunterzufallen. Da hilft am Anfang nur üben, üben, üben. Hat man das Balancieren raus, lassen sich auch so einige kleine Kunststücke vollführen. Kleiner Tipp: Beim Spannen der Slackline sollte man darauf achten, den Baum nicht zu beschädigen. Dazu kann man zum Beispiel ein altes Handtuch zwischen Stamm und Slackline klemmen, das schont Baum und Band.

Bassalo

Ein Österreicher hatte die Idee zum Outdoorspiel Bassalo. Zwei Spieler stehen sich mit Plastikröhren gegenüber. Diese können beispielsweise aus einer leeren Dose Stapelchips bestehen. Ziel ist es, sich gegenseitig einen Ball zuzuspielen. Man lässt also den Ball in der Röhre langsam nach vorne rollen und schnippt ihn im richtigen Moment aus der Dose. Der Mitspieler versucht nun, den Ball mit seiner Dose zu fangen. Ist einem das nach kurzer Zeit schon zu langweilig, kann man Trickmoves einbauen: Wer kann den Ball unter dem Bein hindurch fangen oder vom Oberkörper in die Dose abprallen lassen?

Kanjam

Kanjam entstand in den Achtziger Jahren in Amerika und war unter dem Namen „Mülltonnenfrisbee“ bekannt. Natürlich gibt es hierfür Spielsets zu kaufen, aber alles, was man braucht, ist eine Frisbee und eine Tonne. Je zwei Spieler bilden ein Team. Der eine wirft die Frisbee auf eine kleine Tonne und sein Teamkamerad schlägt die fliegende Scheibe hinein, falls sie nicht von alleine trifft. Dabei gibt es verschiedene Treffervarianten. Wird die Außenseite der Tonne ohne Hilfe getroffen, bekommt das Team zwei Punkte. Schlägt ein Spieler die Frisbee in die Tonne, nennt man das „Slam Dunk“ und es gibt drei Punkte. Ein Abpraller bringt einen Punkt ein. Beim Spieleset hat die Tonne auch noch einen kleinen Schlitz vorne. Wer da hinein trifft, hat das Spiel augenblicklich für sich entschieden.

Leitergolf

Für Leitergolf braucht man lediglich ein Holzgestell mit drei Sprossen und Bolas, also zwei Bälle, die mit einer Schnur verbunden sind. Nun wirft man mit den Bolas auf die Leiter. Bleibt eine Bola hängen, bringt das je nach Höhe der Sprosse einen, zwei oder drei Punkte. Hört sich einfach an, erfordert aber eine Menge Übung und Geschick. Denn auch Fehlwürfe fühlen sich oft so an, als hätten sie nur ganz knapp ihr Ziel verfehlt.