Jugendseite

Inspiriert von der Tradition

Zwei Schwestern, eine Leidenschaft: das Backen. Annalena und Johanna Bokmeier betreiben gemeinsam ihren Blog „Hey Foodsister“. Mit Rezepten, Texten und Bildern von Köstlichkeiten haben die Markelsheimerinnen mittlerweile eine breite Leserschaft gewonnen. Unsere Mitarbeiterin hat mit ihnen über die Idee zu dem Blog, den Weg zu dessen Realisierung und die Zukunftswünsche der zwei Schwestern gesprochen.

Wie die beiden berichten, kam ihnen die Idee zum Blog über ihre Liebe zur Kaffee-und-Kuchen-Tradition am Nachmittag. Inspiriert wurden sie auch von anderen Blogs: „In einer Zeitschrift hatten wir einen Artikel über Backblogs entdeckt und fanden die Idee, Rezepte zu teilen und andere damit inspirieren zu können, großartig. Also haben wir selbst angefangen, genau das zu tun.“

Das Interesse am Backen und den Wunsch, sich in der Küche auszuprobieren, hatten Johanna und Annalena schon als Kinder. So entwickelten sich ihre Backkünste von den überschmückten Weihnachtsplätzchen, über das erste Kuchendesaster bis hin zu den heutigen Köstlichkeiten. Mit professionellen Fotos davon versorgen die Schwestern nicht nur ihren Blog, sondern sind auch auf sozialen Netzwerken wie Pinterest, Facebook und Instagram aktiv.

Bis es jedoch zu einem Eintrag über das Selbstgebackene kommen kann, bedarf es einiger Vorarbeit, erklären die Schwestern: „Zuerst einmal brauchen wir eine Idee, welchen Kuchen wir backen könnten. Meist haben wir irgendwo etwas gesehen oder gegessen und bekommen dann Lust es selbst zu backen. Also recherchieren wir nach verschiedenen Rezepten und probieren, welches davon geeignet ist. Dann wird der Kuchen gebacken und anschließend fotografiert. Dann schreiben wir den Beitrag, stellen Rezept dazu und planen die Social Media Beiträge.“

Eine Arbeitsteilung haben die Schwestern in diesem Prozess nicht, wie sie erzählen. Das meiste geschehe in gemeinsamer Arbeit. Das heute routinierte und professionelle Erscheinen ihres Blogs, war Ergebnis eines Entwicklungsprozesses. Anfängliche Unsicherheiten, beispielsweise die Frage, wie Freunde auf das neue Hobby reagieren würden, mussten überwunden und beiseitegeschoben werden. Die Freude am Ausprobieren überwog aber und der erste Kommentar unter einem Beitrag wurde gebührend gefeiert.

Kontakte geknüpft

Die Reichweite ihres Blogs verschafft den Schwestern die Möglichkeit, Kontakte in der Backwelt zu knüpfen. „Wir waren beispielsweise als Gäste in das Food Fotostudio des Bauer Media Verlags eingeladen und haben dort mit hauptberuflichen Foodfotografen geshootet. Toll war auch, dass wir uns während Annalenas Auslandsaufenthalt in London vor zwei Jahren in Hamburg zu einem Backevent von Bosch treffen konnten, zu dem Annalena extra aus London eingeflogen wurde. Außerdem besuchen wir oft Konferenzen, Workshops und Stammtische, um uns mit anderen Bloggern, nicht nur im Internet, sondern auch im echten Leben austauschen zu können“, berichten die Schwestern.

Dieser Austausch und die Inspiration durch Gleichgesinnte aus der Bloggerszene spornen sie an, weiter zu machen und neue Dinge auszuprobieren. Ein Zukunftstraum, so die Schwestern, wäre ein eigenes Buch. Doch bis dahin wird fleißig im Internet publiziert. Zu den beliebtesten Beiträgen auf ihrem Blog gehörten der Zitrus-Buttermilch-Kuchen und die Berliner-Luft-Torte. Aber auch saisonale Gebäcke wie der Kürbiskuchen und Klassiker wie die Schoko-Quark-Brötchen erfreuen sich großer Beliebtheit. Annalena und Johanna haben auch einen gemeinsamen Dauerbrenner: Zimtschnecken, „die sind bei uns schon allein wegen des köstlichen Zimtgeruchs so beliebt. Brownies gehen aber auch immer.“ Dagegen halten die Schwestern wenig von Fondant und kunterbunten künstlich aussehenden Buttercremes.

In der Weihnachtszeit mögen es Annalena und Johanna mittlerweile, im Gegensatz zu früher, eher klassisch und schlicht. Terrassenplätzchen („Spitzbuben“) mit Hagebuttenmarmelade gehören zwar zum Standartsortiment und auch einige, wenige weitere Plätzchen haben sie gebacken.

Eigentlich bevorzugen sie aber Kuchen mit weihnachtlichen Gewürzen wie Kardamom, Zimt und Orange. Für die Schwestern ist das Fest der Liebe eben auch ein bisschen das Fest der Liebe zum Backen.