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Was exotisch ist, ist auch gesund?

Archivartikel

Bei manchen unserer neuen und modernen Essgewohnheiten können Oma und Opa nur noch den Kopf schütteln. Wenn es nach ihnen ginge, sollte die Jugend doch am besten „was Gscheits“ essen und nicht dieses „neumodische Zeug“ aus dem Ausland. Nichtsdestotrotz gibt es immer neue Foodtrends, die Kommen und Gehen. Manchmal sind sie sogar so erfolgreich, dass sie bleiben.

Chia-Samen und Co.

Schon „fast altbekannt“ sind die sogenannten Superfoods. Dabei handelt es sich um Samen, Beeren, Algen oder Früchte, die besonders gesund sein sollen. Das perfekte Müsli, um gestärkt in den Tag zu starten, muss mittlerweile mindestens Chia-Samen oder Goji-Beeren enthalten. Die Devise scheint bei einigen zu lauten: „Was exotisch ist, ist gesund.“

Auch wenn diese Lebensmittel durchaus gesund sind, so leidet die Umwelt oftmals unter ihrem Anbau und Transport.

Eine andere Frucht, von der Schokoladen-Liebhaber begeistert sein dürften, ist die Schwarze Sapote. Kaum zu glauben, aber wahr: Diese Frucht schmeckt tatsächlich nach Schokoladenpudding. Man kann also den Schokoladengeschmack genießen, ohne sich Gedanken über die unzähligen Kalorien zu machen. Die Schwarze Sapote ist reich an Vitamin C und Kalzium. Da sie vor allem Mexiko und Guatemala, aber auch im südlichen Nordamerika, auf den Philippinen und den Westindischen Inseln angebaut wird, gelten auch für sie lange Transportwege.

Wenn man aber doch lieber richtige Schokolade bevorzugt, gibt es auch hier etwas Neues zu entdecken: Pinke Schokolade. Hergestellt aus Ruby Kakao-Bohnen („Ruby“ gleich „rubinrot“) enthält sie keine künstlichen Farbstoffe, sondern gewinnt ihre Farbe wie ihren leicht fruchtigen Geschmack ganz natürlich.

Ausgetauscht werden immer öfter auch die Fleischprodukte, um dem wachsenden Trend des Vegetarismus nachzukommen. Statt aus Fleisch besteht so ein Veggie-Würstchen aus Soja, Tofu oder anderen Weizenprodukten.

Eine echte Alternative zum rohen Teig, von dem man während des Backens zu Hause gerne mal nascht, ist auch der „Cookie Dough“ (zu deutsch: Keksteig). Sorgen über Bauchschmerzen sind unbegründet, da sich keine schwer verdaulichen Rohprodukte im Teig befinden. Und solange er ohne Ei zubereitet wird, ist auch die Gefahr von Salmonellen geringer.

Nahrungs-Hybriden

Interessant sind die aus den USA stammenden Vermischungen von Lebensmitteln. Warum sollte man sich zwischen Croissant und Doughnut entscheiden, wenn man beides haben kann? Solche Cronuts, oder auch ein Sushirrito – eine Sushirolle mit Burritofüllung – erleichtern schon mal die Entscheidung.

Ob man solche und viele weitere Trends nun gutheißt oder ob man sie für völligen Schwachsinn hält, das bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja schon bald neben der Eisdiele einen „Cookie-Dough“-Laden. Von Salome Hein/ Bild: dpa