Kickers Würzburg

Fußball Die Würzburger Kickers zeigen beim Drittliga-Auftakt in Osnabrück eine gute Leistung, verlieren allerdings in der Nachspielzeit

„An die eigene Nase fassen“

Archivartikel

VfL Osnabrück - FC Würzburger Kickers 2:1

Osnabrück: Körber, K. Engel, Susac, M. Trapp, Dercho (81. Amenyido), Renneke, Blacha (87. Danneberg), Taffertshofer, Ouahim, Alvarez (62. Farrona-Pulido), Heider.

Würzburg: Drewes, Syhre, Bachmann, Schuppan, F. Kaufmann (76. Skarlatidis), P. Göbel, Gnaase (70. Kohls), K. Wagner, Mast, Ademi, Baumann (83. Bytyqi).

Tore: 0:1 (34.) Gnaase, 1:1 (65.) Renneke, 2:1 (90.+3) Farrona-Pulido. – Schiedsrichter: Dr. Martin Thomsen (Kleve). – Zuschauer: 7649.

Ein Gegentor in der Nachspielzeit, verhinderte einen möglichen Punktgewinn des FC Würzburger Kickers zum Saisonauftakt in der 3. Liga beim VfL Osnabrück. Am Ende mussten sich die „Rothosen“ den Gastagebern mit 1:2 geschlagen geben. „Wir müssen uns im Endeffekt an die eigene Nase fassen, wie wir diese zwei Tore bekommen haben. Ansonsten kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, fasste Kickers-Trainer Michael Schiele die Partie zusammen.

Gutes Niveau

Die 7649 Zuschauer sahen bei hochsommerlichen Temperaturen ein ansehnliches Drittligaspiel, in welchem auf Würzburger Seite mit Maximilian Ahlschwede (Knieprobleme), Daniel Hägele (muskuläre Probleme) und Enes Küc (Syndesmosebandverletzung) gleich drei Spieler verletzungsbedingt passen mussten. Trotzdem starteten die Kickers schwungvoll in die Partie und kamen durch Dominic Baumann zur ersten großen Chance des Spiels. Allerdings strich der Flachschuss des Angreifers knapp am linken Pfosten des Osnabrücker Tores vorbei (6.). Auf der Gegenseite scheiterte zunächst Bashkim Renneke an FWK-Schlussmann Patrick Drewes (7.), ehe Mittelfeldspieler Anas Ouahim einen Volleyschuss knapp über das Würzburger Gehäuse setzte.

Der VfL übernahm auch in der Folgezeit das Kommando ohne jedoch ernsthaft Torgefahr ausstrahlen zu können. Anders hingegen die Mainfranken aus Würzburg. Zunächst rettete Osnabrücks-Schlussmann Nils-Jonathan Körber gegen Sebastian Schuppan (31.), dann parierte die Leihgabe von Bundesligist Hertha BSC Berlin auch noch ein Schuss von Dennis Mast sehenswert zur Ecke(33.).

Ebene jener Eckball brachte dann aber den verdiente Führungstreffer für den FWK. Denn nach einer kurz ausgeführten Variante und einer Ablage von Kapitän Sebastian Schuppan jagte Neuzugang Dave Gnaase den Ball aus 25 Metern sehenswert zum 1:0 für die Kickers in den Winkel des VfL-Tores (34.). Damit durften die mitgereisten Würzburger Fans zur Pause von einem Auswärtssieg zum Saisonauftakt träumen.

Drewes verschätzt sich

Allerdings gehörten die ersten Spielminuten im zweiten Durchgang dann klar dem VfL Osnabrück. Die dickste Möglichkeit zum Ausgleichstreffer bot sich den Lila-Weißen dann in der 50. Minute, als Angreifer Marco Alvarez aus kurzer Distanz am stark reagierenden Patrick Drewes scheiterte. Exakt eine Viertelstunde später brandete dann aber doch Jubel im Stadion an der „Bremer Brücke auf.“ Bei einer Flanke von Alexander Dercho hatte sich der Würzburger Keeper gehörig verschätzt – Bashkim Renneke nutzte den Patzer und köpfte zum 1:1 ein (65.). Aufgrund des zweiten Durchgangs war das ein bis dato leistungsgerechtes Ergebnis.

Auch wenn die Schlussphase der Partie wieder klar den Kickers gehörte. Zunächst scheiterte Orhan Ademi am herausstürzenden Körber (76.), dann traf Dennis Mast mit einem Kopfball nur die Latte (80.). Das waren zwei ganz bittere Szenen für den FWK, zumal in der Nachspielzeit der eingewechselte Farrona Pulido sogar den 2:1 Siegtreffer für die Niedersachsen erzielte. Folgerichtig betonte VfL-Innenverteidiger Adam Suac: „Wir haben glücklich gewonnen, das muss man eingestehen.“