Kickers Würzburg

Fußball Last-Minute-Sieg für die Würzburger Kickers / Dave Gnaase lässt SVM-Keeper Eric Domaschke in der vierten Minute der Nachspielzeit keine Chance

Ein 2:1 gerade mal so auf den letzten Drücker

Archivartikel

Würzb. Kickers – Meppen 2:1

Würzburg: Bätge, P. Göbel, Hägele, Schuppan, Kurzweg, Skarlatidis, Bachmann, Gnaase, F. Kaufmann (76. Küc), Ademi, Baumann (81. P. Breitkreuz).

Meppen: Domaschke, Kremer (76. Jesgarzewski), Vidovic, Komenda (57. Posipal), Amin, von Haacke, Leugers, Kleinsorge (60. Tankulic), Wagner, Granatowski, Undav .

Tore: 0:1 (5.) Undav, 1:1 (45.+2) Ademi, 2:1 (90.+4) Gnaase. – Schiedsrichter: Florian Lechner (Hornstorf). – Zuschauer: 4512.

„Meppen kann durchaus eine unangenehme Mannschaft sein“, so analysierte FWK-Cheftrainer Michael Schiele die Gäste aus dem Emsland vor dem direkten Aufeinandertreffen am neunten Spieltag der 3. Liga. Vor 4512 Zuschauern in der Würzburger Flyeralarm Arena erwischte dann auch der SV Meppen den besseren Start in die Partie. So brachte Deniz Undav die Gäste bereits in der 5. Minute in Führung. Der Angreifer setzte sich mit dem Rücken zum Tor gegen Dave Gnaase durch und schob den Ball zum 1:0 für das Tabellenschlusslicht über die Linie. Eine frühe Führung, welche der Mannschaft von Trainer Christian Neidhardt sichtlich Auftrieb verleiten sollte. Denn auch die nächste große Chance gehörte dem SV Meppen. Allerdings scheiterte Marius Kleinsorge freistehend an FWK-Ersatztormann Leon Bätge. Danach jedoch kamen die Kickers besser in die Partie, ohne jedoch wirklich zu glänzen. So verfehlte lediglich ein Kopfball von Dominic Baumann knapp das Meppener Gehäuse (35.).

Auf der anderen Seite schoss zuerst Marco Komenda aus vier Metern über das Kickers-Tor (41.), ehe Leon Bätge eine Direktabnahme von Thilo Leugers gerade noch mit den Fingerspitzen über den Kasten lenken konnte (45.). Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte sich der FC Würzburger Kickers nicht über einen höheren Rückstand beschweren dürfen. Und dennoch stand am Ende der ersten Halbzeit ein überraschendes 1:1 auf der Anzeigetafel. Denn nach einem Freistoß von Patrick Göbel, klärte die Gästeabwehr den Ball nur unzureichend genau vor die Füße von Orhan Ademi. Der FWK-Angreifer fackelte nicht lange und zog aus rund 18 Metern einfach mal ab, ehe der Ball im Anschluss von Meppens Jovan Vidovic ins eigene Tor abgefälscht wurde (45.+2). Aus Würzburger Sicht ein schmeichelhafter Treffer.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Kickers dann deutlich schwungvoller aus der Kabine, erspielten sich zunächst allerdings keine klare Torchance. Lediglich ein Abschluss des eingewechselten Enes Küc (82.) strahlte etwas Torgefahr aus. Auch deshalb war der Unmut des Würzburger Publikums deutlich hörbar. Dieser Unmut wäre in der 84. Minute beinahe noch größer geworden, als der SV Meppen einen Konter sehenswert bis vor das Würzburger Tor ausspielte. Dort jedoch scheiterte Deniz Undav am langen Pfosten nach einem Querpass aus kurzer Distanz am erneut glänzend reagierenden Würzburger Schlussmann Leon Bätge. Somit hatte der Sommerneuzugang von Bundesligist Eintracht Frankfurt maßgeglichen Anteil am Ausgang des Spiels. Denn praktisch aus dem Nichts sorgte auf der Gegenseite ein echtes Traumtor von Dave Gnaase für pure Emotionen am Dallenberg. Der 21-Jährige traf den Ball aus 17 Metern zentraler Position perfekt und ließ so SVM-Keeper Eric Domaschke in der vierten Minute der Nachspielzeit keine Abwehrchance: „Ich wollte einfach nur dieses Tor machen und so noch die drei Punkte hier in Würzburg behalten. Auch weil ich die Szene vor dem 0:1 besser verteidigen muss. Daher bin ich natürlich froh, dass es am Ende zu diesem Happy End gereicht hat. Denn zum Schluss war dieses Spiel einfach nur geil.“

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