Kickers Würzburg

Fußball Die Würzburger Kickers gewinnen den bayerischen Verbandspokal und qualifizieren sich damit für den DFB-Pokalwettbewerb

Ein „abgeklärter und professioneller“ Auftritt

Archivartikel

SV Viktoria Aschaffenburg – FC Würzburger Kickers 0:3

Aschaffenburg: Birk, Dähn, Kizilyar, Schnitzer, Verkaj, Oppermann (73. Harrer), Schmidt, Cheron, Boutakhrit, Zehnder (60. Beinenz), Grünewald (79. Verkamp).

Würzburg: Verstappen, Kaufmann (87. Ünlücifci), Baumann (74. Breitkreuz), Skarlatidis, Sontheimer (63. Gnaase), Ademi, Hägele, Bachmann, Schuppan, Kurzweg, Göbel

Tore: 0:1 (22.) Hägele, 0:2 (65.) Göbel, 0:3 (Ademi). – Schiedsrichter: Christian Dietz (Kronach). – Zuschauer: 6033.

Die Würzburger Kickers sind ihrer Favoritenrolle im Finale des bayerischen Verbandspokals am Samstagnachmittag gerecht geworden. Der Drittligist besiegte den Regionalligisten SV Viktoria Aschaffenburg in dessen Stadion „Am Schönbusch“ souverän, aber ohne zu glänzen mit 3:0. Damit haben sich die Kickers in der neuen Saison für die erste Runde des DFB-Pokalwettbewerbs qualifiziert. Ehrengast Felix Magath sagte nach dem Spiel: „Das war ein abgeklärter und professioneller Auftritt der Kickers. Als Trainer wäre ich zufrieden.“

Kickers zunächst klar überlegen

Es entwickelte sich das erwartete Fußball-Szenario: Die Kickers hatten vor allem während der ersten 25 Minuten „dauernd“ den Ball, Underdog Aschaffenburg stand tief und setzte auf Konterglück. Da die Würzburger aber die Bereitschaft für Defensivarbeit mitgebracht hatten, verpufften die schnellen Angriffe der Gastgeber bereits im Ansatz. Der FWK hatte „das Ding“ im Griff, allerdings entsprangen der Überlegenheit im Grunde keine Chancen. Und deshalb bedurfte es einer Standardsituation für die Kickers-Führung: Nach einer Ecke von Patrick Göbel stand Daniel Hägele total frei und köpfte aus etwa sechs Metern das 1:0 für den Drittligisten (22.).

Erst in der letzten Phase des ersten Durchgangs trat die Viktoria etwas kecker auf: Zunächst rutschte Clay Verkaj an einer scharfen Hereingabe von Björn Schnitzer vorbei (37.), dann war es Schnitzer selbst, der mit einem raffinierten Schlenzer die Aufmerksamkeit von Kickers-Keeper Eric Verstappen überprüfte (38.). Doch die war vorhanden.

Im zweiten Abschnitt war die Begegnung deutlich ausgeglichener. Aschaffenburg mühte sich mehr, Würzburg tat nicht mehr als nötig. Das 2:0 durch den Schlenzer von Patrick Göbel (mit dem linkem, seinem schwachen Fuß) in der 65. Minute war dann im Grunde die Entscheidung. Zuvor war schon Patrick Sontheimer frei vor Torhüter Kevin Birk an diesem gescheitert (49.). Die Viktoria hatte durch Verkaj (73.) und Hamza Boutakhrit (90.) die besten Einschusschancen, doch verzogen kurz vor dem Kickers-Tor. So setzte Orhan Ademi mit einem schönen Rechtsschuss in der ersten Minute der Nachspielzeit den Schlusspunkt.