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3. Liga Nachwuchsförderung und Financial Fairplay treten ab sofort in Kraft / „Wichtiger Beitrag zur Talentförderung“

Erstes Förder-Kriterium ist das Leistungszentrum

Archivartikel

In der 3. Liga treten ab sofort unterstützende Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation und Optimierung der Talentförderung in Kraft. Dies teilte das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit.

Kernpunkte dabei sind die Einführung des neuen Nachwuchsfördertopfes sowie des Financial Fairplay für die dritthöchste Spielklasse. Beide Maßnahmen haben ein finanzielles Volumen von insgesamt 3,5 Millionen Euro brutto, das an die 20 Vereine der 3. Liga ausgeschüttet wird.

Peter Frymuth, zuständiger DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sagt: „Der Nachwuchsfördertopf und das Financial Fairplay sind weitere wichtige Schritte auf dem Weg, die 3. Liga fortzuentwickeln und ihre Strukturen zu festigen. In beiden Fällen handelt es sich bewusst um Belohnungssysteme, die in enger Zusammenarbeit mit den Vereinen entwickelt wurden. Im Mittelpunkt steht die Unterstützung von nachhaltigem Arbeiten und Wirtschaften.“

2,95 Millionen Euro „im Topf“

Der neue Nachwuchsfördertopf enthält 2,95 Millionen Euro brutto und berücksichtigt auch die Einsatzzeiten von Spielern im U 21-Alter mit deutscher Staatsangehörigkeit. Erstes Kriterium bei der Förderung ist das Leistungszentrum. Nach Abzug dieser Zuschüsse wird der verbliebene Restbetrag im Nachwuchsfördertopf komplett für Einsatzzeiten der U 21-Spieler in der 3. Liga ausbezahlt. Die Ausschüttung erfolgt dabei nach Ablauf einer Saison bis zum 30. September und fließt in den gemeinnützigen Bereich der jeweiligen Vereine. Es handelt sich dabei um einen zweckgebundenen Zuschuss zur Nachwuchsförderung.

Peter Frymuth sagt weiter: „Die Klubs der 3. Liga und insbesondere die Leistungszentren leisten einen wichtigen Beitrag zur Talentförderung im deutschen Fußball. Diese Arbeit soll durch den Nachwuchsfördertopf gestärkt werden.“ Das Financial Fairplay in der 3. Liga orientiert sich zum einen daran, ob ein Verein ein positives wirtschaftliches Saisonergebnis erzielt hat, zum anderen, wie hoch seine Planungsqualität war.

Insgesamt werden über das Financial Fairplay 550 000 Euro ausgeschüttet, wobei sich die Summe zu jeweils 50 Prozent auf die beiden genannten Kriterien verteilt. 275 000 Euro werden an die Klubs mit positivem Saisonergebnis ausgezahlt und 275 000 Euro an die Vereine, die ihr angepeiltes Saisonergebnis eingehalten oder sogar übertroffen haben. Ein Klub, der in beiden Kategorien die Anforderungen erfüllt, partizipiert aus beiden Töpfen. pati