Kickers Würzburg

Fußball Die Würzburger Kickers treffen in Meppen auf die bislang erfolgreichste Mannschaft der Rückrunde / Trainer Michael Schiele erwartet „intensives Spiel“

Heimstarken SV in der Defensive beschäftigen

Zwei Auswärtsspiele binnen vier Tagen, 1700 Kilometer Busfahrt: Die Englische Woche der Würzburger Kickers hatte es mit den Fahrten in den Norden nach Braunschweig und Meppen in sich. Als einzige Mannschaft in der Liga müssen die Unterfranken am Doppelspieltag zweimal in der Fremde antreten. Heute treffen die „Rothosen“ um 19 Uhr auf den Ex-Zweitligisten SV Meppen.

Für Trainer Michael Schiele sollen die Reisestrapazen „keine Ausrede“ sein: „Das müssen wir wegstecken können. Meppen musste auch nach Unterhaching und zurückfahren. Wir sind fit, das haben wir am Samstag in Braunschweig gezeigt.“ Außerdem sei eine mehrstündige Busfahrt auch gar nicht so schlecht, um sich auszuruhen.

Bei der mit 19 Punkten besten Rückrundenmannschaft erwartet Schiele ein ähnlich „intensives Spiel“ wie in Braunschweig: „Sie haben einen Super-Lauf, spielen aggressiv und können auch mit dem Ball umgehen“, beschreibt Schiele die Stärken des kommenden Gegners. Es gelte vor allem Torjäger Nick Proschwitz zu „bändigen“. „Die Meppener Offensive hat es in sich. Wir müssen dagegenhalten und sie in der Defensive beschäftigen“, so Schiele.

In Braunschweig überzeugt

Dass man dazu in der Lage ist, hat man zuletzt am Samstag in Braunschweig wieder unter Beweis gestellt. „Wir haben in der Offensive überzeugt, waren zwingend und haben uns einige Chancen erspielt“, sagt Michael Schiele. „Etwas bitter“ sei das Ende im Eintracht-Stadion mit dem stritigen Handelfmeter aber gewesen. „Es hätte mehr als ein Punkt sein können. Wir müssen den Blick jetzt aber nach vorne richten. Das nötige Glück wird auch wieder auf unserer Seite sein.“ Hinten dürfe man noch weniger zulassen. Insgesamt ist Schiele aber mit Blick auf die nächsten Spiele zuversichtlich: „Es riecht nach mehr.“

Personell können die Kickers bis auf den gesperrten Ofous-Ayeh aus dem Vollen schöpfen. „Kein Spieler hat größere Probleme.“ Auch der zuletzt angeschlagene Simon Skarlatidis ist bei der schwierigen Auswärtsaufgabe in Meppen wohl wieder eine Option und soll das Spiel nach vorne beleben. „Er ist ein Spieler, der bei uns den Unterschied ausmachen kann“, betont Schiele.

Von Premierentorschützen Caniggia Elva zeigte sich der Trainer angetan. „Er hat sich gut eingebracht, gute Läufe gemacht und das Eins-gegen-Eins gesucht. “ Auf den spektakulären Salto-Jubel des 22-Jährigen angesprochen, gerät Schiele ins Schmunzeln: „Ich habe mir das noch mal angeschaut. Das war schon brutal. Das soll er ruhig so weiter machen.“

Die Tabellenkonstellation verspricht für heute ein interessantes Spiel. Mit einem Sieg würden die Unterfranken wieder am Tabellensiebten aus Meppen vorbeiziehen. Gleichzeitig trifft eine der heimstärksten Mannschaften der Liga auf ein zuletzt besonders auswärts erfolgreiches Team: Die Emsländer haben schon 23 Zähler in der heimischen „Hänsch-Arena“ gesammelt, die Würzburger glänzten zuletzt mit zehn Punkten in den ersten vier Auswärtsspielen nach dem Jahreswechsel.

„Die Mannschaft, die gewillt ist, alles zu geben, wird sich durchsetzen.“ Auch atmosphärisch erwartet der Kickers-Trainer wieder ein besonderes Spiel. „Die haben einen Hype, es ist ein enger Platz. Das wird schon speziell.“

Ein Sieg in Meppen würde die Woche für die Kickers und Trainer Schiele „versüßen“. Auf Leckerein wie Schokolade versucht der Coach aber in der Fastenzeit 3minsonst zu verzichten. „Ich probiere das mal aus“, erzählt der Trainer mit einem Lächeln.“