Kickers Würzburg

Fußball Würzburger Kickers empfangen 1. FC Kaiserslautern zum letzten Heimspiel der Drittliga-Saison / Zukunft vieler Spieler ungewiss

Pokalfinale im Hinterkopf

„Eine schöne Randnotiz“ wäre es für Kickers-Verteidiger Daniel Hägele, wenn die Würzburger die Saison noch auf Platz fünf abschließen würden. Man merkt schnell, dass der Fokus bei allen auf dem Finale des bayerischen Landespokals am 25. Mai gegen Viktoria Aschaffenburg liegt. Ein Sieg würde schließlich zur Teilnahme am DFB-Pokal in der kommenden Saison berechtigen. Davor stehen allerdings noch zwei Ligaspiele an, zunächst das letzte Heimspiel am Samstag (13.30 Uhr), zu dem die Würzburger Kickers den 1. FC Kaiserslautern empfangen.

„Wir wollen die Spannung und die Qualität im Training aufrechterhalten, weil wir noch ein wichtiges Spiel am Ende der Saison haben“, sagte Hägele über die nächsten Wochen. Selbst Kickers-Trainer Michael Schiele gab zu, dass das Pokalfinale nun das Highlight ist. Dennoch haben die Rothosen auch in der Liga noch Ambitionen. So könnte man mit einem Heimsieg gegen den FCK das ausgegebene Saisonziel „einstelliger Tabellenplatz“ endgültig erfüllen. Dann wäre bei Ausrutschern der Konkurrenz sogar noch ein Sprung bis auf Rang fünf möglich. Dieser „sieht natürlich zehnmal besser aus als Platz neun“, weiß Schiele.

Würzburger Heimserie

Darüber hinaus gilt es, die gute Heimbilanz der vergangenen Wochen zu verteidigen. Zehn Punkte aus vier Spielen am „Dalle“ holte man zuletzt, auch wenn der Sieg gegen Fortuna Köln vor zwei Wochen laut Schiele „glücklich“ zustande kam. Auf Platz neun, also dem Würzburger Minimalziel, steht momentan Kaiserslautern. Damit geht es sportlich für die „Roten Teufel“ um nichts Existenzielles mehr, wirtschaftlich jedoch schon (siehe „Drei Fakten“). „Wahrscheinlich geht das nicht spurlos an der Mannschaft vorbei, trotzdem muss man das als Profi für die 90 Minuten ausblenden“, sagte der Kickers-Coach über das Kaiserslauterner Team und warnte vor einem „jetzt erst recht“-Effekt. Dass die Mannschaft keinesfalls „angeknackst“ ist, bekam Unterhaching beim 4:0 in der Vorwoche zu spüren.

Auslaufende Verträge

Für viele Würzburger Spieler geht es in den letzten Partien nicht nur darum, den einstelligen Tabellenplatz abzusichern, sondern auch, sich für einen neuen Vertrag zu empfehlen. Dieser läuft bei sage und schreibe 13 Akteuren zum Saisonende aus, darunter auch die drei Leihspieler Peter Kurzweg, Patrick Sontheimer und Phil Ofosu-Ayeh. Während Kurzwegs Verbleib möglicherweise auch davon abhängt, ob sein Verein Union Berlin in die Bundesliga aufsteigt, sagte Sontheimer dem „Kicker“, dass er sich in Würzburg „immer wohler“ fühle. Ofosu-Ayeh, der laut „transfermarkt.de“ den höchsten Marktwert des gesamten Kaders aufweist, konnte sich aufgrund von Verletzungsproblemen und einer Sperre bislang kaum empfehlen.

Ein weiterer „Wackelkandidat“ ist Hendrik Hansen, der in der Hinrunde oft spielte, danach allerdings von Verletzungen ausgebremst wurde. Jetzt ist Hansen erkrankt und fällt am Samstag wieder aus. „Es tut mir weh, dass ich ihn nicht spielen lassen kann“, klagte Michael Schiele. Ebenso fehlen wird Janik Bachmann, der in Jena die fünfte gelbe Karte sah und somit gesperrt ist. Nach der Gelbsperre zurückkehren wird dagegen Kapitän Sebastian Schuppan. Auf ihn freut sich vor allem Daniel Hägele: „Mit ’Schuppi’ nebendran verspürt man noch mehr Sicherheit.“