Kickers Würzburg

Fußball Trainer seit einem Jahr im Amt / Heute wollen die Würzburger ihre Serie beim Gastspiel in München weiter ausbauen

Schiele macht die Kickers zum Spitzenteam

Archivartikel

Exakt ein Jahr ist es morgen her, dass Michael Schiele Trainer der Würzburger Kickers geworden ist. Für seine Arbeit in dieser Zeit beim Fußball-Drittligisten erhält der 40-Jährige von FWK-Vorstandsvorsitzenden Daniel Sauer die Note „1 minus“. Heute treten die Unterfranken um 19 Uhr beim TSV 1860 München an. „Das wird eine geile Atmosphäre dort“, freut sich der Kickers-Coach aufs Oktoberfestspiel an der „Grünwalder Straße“.

Seine Mannschaft kommt mit der Super-Serie von sechs ungeschlagenen Spielen in Serie in die Landeshauptstadt und möchte mit einem Sieg beim Aufsteiger weiter einen Platz in der Spitzengruppe festigen. „Wir sind fit und können 90 Minuten marschieren. Dazu können wir auch von der Bank nachlegen“, nennt Michael Schiele die Hauptgründe der Serie. Zuletzt hat seine Mannschaft gegen Meppen einen Rückstand noch in einen Sieg gedreht. „Das war gut für den Kopf“, glaubt der Schwabe in Diensten der Unterfranken.

Start mit drei Niederlagen

Schiele hat sich in diesen 364 Tagen eine Menge Respekt nicht nur bei den Kickers, sondern in der gesamten Liga erarbeitet. Dabei war sein Start, damals im Oktober 2017, überhaupt nicht prickelnd. Nachdem er den erfolglosen Stephan Schmidt abgelöst hatte, hagelte es zunächst einmal drei Niederlagen. Die Würzburger Kickers sackten auf den letzten Platz ab – und wurden am Ende noch Fünfter. Ähnlich war es in dieser Saison: Zum Auftakt standen erneut drei Niederlagen in Folge zu Buche; zuletzt grüßte der FWK zwischenzeitlich von Platz eins.

„Ich habe mich hier gut entwickelt und mehr Konsequenz drin“, spricht Michael Schiele über seine Zeit als Cheftrainer bei den „Rothosen“. Wenngleich: „Chef“ war er in den ersten drei Wochen gar nicht. Da durfte er nur als Interimstrainer „firmieren“. Erst nach den drei bereits erwähnten Niederlagen wurde er zum „Chef“. „Bei den Kickers müssen wir mutige Entscheidungen treffen“, sagt „Boss“ Sauer mit einem vielsagenden Grinsen. Das Risiko, Schiele ins höchste Traineramt des Vereins zu befördern, hat sich ausgezahlt.

„Zu viel Spaß ist nicht gut“

„Spaß im Training ist gut. Es darf aber nicht zu viel Spaß sein und ins Lustige übergehen“, sagt der 40-Jährige zur augenblicklichen Stimmung im Team. Doch die Mannschaft sei unglaublich fokussiert.

Und warum das „Minus hinter der Eins“ bei der Bewertung von Daniel Sauer? „Zu viel Zufriedenheit ist nicht gut“, erklärt der Vorstandsboss seine Zensur für die Arbeit des Trainers. Vielleicht streicht er ja heute schon das Minus, wenn die Kickers auch bei 1860 gewännen. . .