Kickers Würzburg

Fußball Der FC Würzburger Kickers bestreitet heute um 14 Uhr sein Auftaktspiel in der 3. Liga gegen den VfL Osnabrück/ Skarlatidis in die Startformation?

Syhre: Keine Geschenke für alte Kollegen

Archivartikel

Anthony Syhre steht vor seiner zweiten Saison im Trikot der Würzburger Kickers. Im vorigen Sommer wechselte der Abwehrspieler nach zwei Jahren beim VfL Osnabrück zu den „Rothosen“. Gegen die Niedersachsen ist der mehrfache deutsche Junioren-Nationalspieler mit den Kickers heute um 14 Uhr im ersten Saisonspiel in der 3. Liga gefordert.

„Ich hatte zwei schöne Jahre dort. Da ist man natürlich noch einmal ein bisschen mehr motiviert“, sagte der 1,86 Meter große Abwehrspieler. Das dürfte Kickers-Trainer Michael Schiele gerne hören, der ohnehin um den Wert des 23-Jährigen weiß: „Auf ihn kann man sich verlassen“, so Schiele. Zudem sei Syhre vielseitig und könne jede Position in der Abwehr spielen. Auch in einer Dreier- oder Fünferkette sei der Abwehrspieler sowohl in der Mitte als auch auf den Außenpositionen einsetzbar. Zudem schätzt Schiele an seinem Abwehrmann, dass er „nie verletzt“ und ein „Arbeiter“ sei.

Syhre kämpfte sich zurück

Nach Schieles Amtsantritt in der Hinrunde der vorigen Saison war Syhre zunächst nicht gesetzt. „Er hat innerlich gebrodelt, hat das aber nie nach außen getragen“, so Schiele. Schließlich kämpfte Syhre sich dann über starke Leistungen im Training und in den Spielen zurück in die Stammformation.

In der Abwehrreihe soll Syhre nun dazu beitragen, dass die „Rothosen“ im Vergleich zum Testspiel am vergangenen Wochenende gegen den 1. FC Nürnberg wieder sattelfester agieren. Die 0:4-Niederlage schärfte auch bei Syhre noch einmal die Sinne. „Die Gegentore waren unter dem Strich zu einfach“, so der gebürtige Berliner. Das soll gegen den VfL natürlich besser werden. Schiele hat seine Startaufstellung für die Partie bereits im Kopf, „da kann sich aber auf zwei oder drei Positionen noch etwas ändern.“ Als mögliche personelle Änderung gegenüber der Startaufstellung im Test gegen Nürnberg könnte Simon Skarlatidis in die Anfangself rücken. Schiele schätzt die Qualitäten des Rechtsaußen in Eins-gegen-Eins-Situationen. Aber auch taktisch bieten sich Schiele einige Möglichkeiten. So kann die Sechser-Position von einem, aber auch von zwei Spielern bekleidet werden.

„Die Teamchemie passt“

In der vergangenen Saison spielten die Kickers in Osnabrück 1:1-Unentschieden, im März dieses Jahres entschieden die Würzburger ihr Heimspiel gegen den VfL mit 1:0 für sich. Mit der Mannschaft, die in der vergangene Saison in der Abschlusstabelle auf dem 17. Rang landete, hat der VfL aber nicht mehr viele Gemeinsamkeiten: Gleich 16 Spieler verließen den Verein, zehn Akteure schlossen sich dem VfL an.

Syhre ist zuversichtlich, dass die Kickers zum Saisonauftakt im Stadion an der „Bremer Brücke“ besser abschneiden als noch im Test gegen den Bundesligisten. Dabei hebt er vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit hervor: „Die Teamchemie passt auf jeden Fall. Wir sind eine super Truppe.“

Mögliche Aufstellung der Kickers gegen den VfL Osnabrück: Drewes, Schuppan, Bachmann, Syhre, Gnaase, Wagner, Göbel, Mast, Skarlatidis, Baumann, Ademi.