Kickers Würzburg

Fußball FC Würzburger Kickers gewinnt Testspiel in Hollenbach mit 5:0 / Trainer Schiele wechselte zur Pause sämtliche Feldspieler

„Team 2“ hatte die Nase vorn

FSV Hollenbach – FC Würzburger Kickers 0:5

Hollenbach: Brutzer, Nzuzi, Schülke, Hutter, Minder, Kleinschroddt, Meisel, Frisorger. t, Schmitt, Krieger, Hofmann, Rohmer, Götz. – Ersatz: Hack, Scheppach, Karausch, Schuler.

Würzburg, 1. Hälfte: Bätge, Kaufmann, Gnaase, Baumann, Cakmak, Breitkreuz, Hemmerich, Hägele, Bachmann, Schuppan, Pejic. – 2. Hälfte: Bäthge, Kwadwo, Zulciak, Vrenezi, Sontheimer, Hansen, Pfeiffer, Ibrahim, Widemann, Ronstadt

Tore: 0:1 (55.) Dominik Meisel, 0:2 (61.) Dominik Widemann, 0:3 (62.) Albion Vrenezi, 0:4 (75.) Albion Vrenezi, 0:5 (83.) Luca Pfeiffer.– Schiedsrichter: Marco Zauner (Obersontheim). – Zuschauer: 320 (in Hollenbach).

Auf dem Rückweg vom Trainingslager in Lautenbach im Schwarzwald machten die Drittliga-Fußballer des FC Würzburger Kickers am gestrigen Freitag Station bei ihrem Ausrüster Jako in Hollenbach. Gegen den dortigen Verbandsligisten FSV gab es in einem Testspiel einen 5:0-Sieg.

Der sportliche Wert und die Aussagekraft dieser Partie war wie erwartet nicht sonderlich hoch. Die Würzburger hatten eine harte Trainingswoche hinter sich und selbst am Spieltag noch kräftig Übungseinheiten absolviert. Und der FSV Hollenbach, der erst vor anderthalb Wochen noch um den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg kämpfte (allerdings vergeblich), hat den Trainingsbetrieb zur neuen Saison noch gar nicht erst aufgenommen. Urlaubsbedingt fehlte bei den Hohenlohern deshalb eine ganze Reihe von Akteuren. Dennoch hielt das Team zumindest in der ersten Hälfte sehr gut mit

Auf Würzburger Seite dabei war, wie in den letzten Partien auch, wieder ein Testspieler: Marko Pejic, der zuletzt für Austria Wien II im Einsatz war, hat seine „Visitenkarte“ bei Trainer Schiele abgegeben.

Nach einer etwas „zähen“ ersten Hälfte lief es für die Kickers, die in der Pause erneut komplett ihre Feldspieler wechselten, im zweiten Abschnitt deutlich besser. Das hatte zwei Gründe: Zum einen wurden die „untrainierten“ Hollenbacher mit zunehmender Spieldauer immer müder, zum anderen hatte das Würzburger Team der zweiten Hälfte offensiv deutlich mehr Power. Das lag auch an „Rückkehrer“ Luca Pfeiffer, der an seiner früheren Wirkungsstätte in der Schlussphase das Tor zum 5:0 erzielte. Positiv überzeugte bei den Kickers vor allem Albion Vrenezi, der von Zweitligist Jahn Regensburg ausgeliehen ist. Er setzte spielerisch viele Impulse. Auf ihn darf man wirklich gespannt sein..

Ungeachtet der Erkenntnisse aus dem Spiel gegen Hollenbach hatte Kickers-Coach Michael Schiele schon vor der Partie eine insgesamt positive Bilanz zum Trainingslager gezogen. Die Rahmenbedingungen. wie zum Beispiel die Trainingsplätze oder die Regenerationsmöglichkeiten im Hotel, seien hervorragend gewesen, was sich letztendlich natürlich auch auf die Stimmung ausgewirkt habe.

Im Mittelpunkt des Interesses standen die zwölf Neuzugänge, die nun auch ins soziale Gefüge der Mannschaft integriert werden müssen. Dies sei, so Schiele, allerdings ein langwieriger Prozess, für den ein sechstägiges Trainingslager definitiv nicht ausreiche.

Gearbeitet wurde im Schwarzwald viel im Fußball-taktischen Bereich. „Die neuen Spieler müssen sich natürlich erst einmal mit der Kickers-Spielphilosophie vertraut machen und sich einarbeiten.“ Besonders gefeilt werden müsse deshalb am „Spiel mit dem Ball“. Hier gebe es noch zu viele unnötige Ballverluste . Das „Spiel gegen den Ball“ dagegen funktioniere schon recht gut.

Schiele freut sich besonders, dass auch einige der Arrivierten, die schon in der vergangenen Saison bei den Kickers waren, einen Schritt nach vorne gemacht haben. Dies habe dazu geführt, dass man im Vergleich zur Vorsaison zum jetzigen Zeitpunkt etwas weiter sei.

Auch zur Zielsetzung für die kommende Saison hat sich Schiele seine Gedanken gemacht. „Ein einstelliger Tabellenplatz“ sei seiner Meinung nach keine Utopie.