Kickers Würzburg

Fußball Zum zweiten Heimspiel der Saison empfangen die Würzburger Kickers morgen den Aufsteiger Energie Cottbus / Hägele im Kader?

Weiterhin von sich überzeugt

So wenig aussagekräftig die Tabelle der 3. Liga nach den ersten drei Spieltagen ist, so unterschiedlich sind die Voraussetzungen des FC Würzburger Kickers und des FC Energie Cottbus vor deren Aufeinandertreffen. Die Kickers stehen nach drei Niederlagen am Ende der Tabelle, die Brandenburger behaupten als Aufsteiger die Tabellenspitze. Anpfiff der Partie ist am morgigen Sonntag um 14 Uhr in der Würzburger „Flyeralarm-Arena“.

Das bisher letzte Heimspiel gegen Cottbus bestritten die Kickers im November 2015. Der Endstand lautete damals 2:2. Beide Treffer für die Lausitzer erzielte Patrick Breitkreuz. Der 26-jährige Angreifer steht seit einigen Tagen bei den „Rothosen“ unter Vertrag und soll seinen Teil dazu beitragen, dass die Kickers am Sonntagnachmittag erneut mindestens einen Teilerfolg verbuchen. Die Vorarbeit zu seinem ersten Treffer in dieser Partie lieferte ein weiterer Spieler, der mittlerweile für die Würzburger aufläuft: Fabio Kaufmann.

Der Mittelfeldspieler, der auch aufgrund seines großen Einsatzes von Trainer Michael Schiele geschätzt wird, wechselte nach einer Saison in Cottbus zum Zweitligisten Erzgebirge Aue. Für die „Veilchen“ bestritt der 25-Jährige 19 Spiele. Danach war Kaufmann ein halbes Jahr vereinslos, ehe die Kickers den Mittelfeldspieler verpflichteten.

Die Defensive bereitet Sorgen

„Die kommen über ihre mannschaftliche Geschlossenheit und nehmen den Schwung des letzten Jahres mit“, weiß Kaufmann um die Stärken seines ehemaligen Vereins. Doch nicht nur dadurch wussten die Lausitzer bislang zu überzeugen, denn mit sieben Toren und nur zwei Gegentreffern stellt Energie nach den ersten drei Spieltagen sowohl den besten Angriff als auch die beste Abwehr. Und genau hier haben die Kickers noch das ein oder andere Problem: Die FWK-Defensive macht es dem Gegner immer wieder zu einfach, Tore zu erzielen. Kickers-Schlussmann Drewes musste bereits sieben Mal hinter sich greifen. Hinzu kommt, dass die Unterfranken im Angriff bislang zu selten Gefahr ausstrahlen.

Im zweiten Heimspiel der Saison wollen die Würzburger nun einiges besser machen. „Wir müssen einen Tick fokussierter und konzentrierter sein“, so Kaufmann. Und Kickers-Trainer Michale Schiele fordert: „Wir müssen wieder weniger Chancen zulassen und besser verteidigen.“

Nachdem am vergangenen Samstag die Serie von zwölf ungeschlagenen Heimspielen riss, will Kaufmann nun eine neue starten: „Eine Serie reißt und eine neue kann man beginnen. Ich hoffe, dass wir am Sonntag damit anfangen.“

Personell können die Kickers weiterhin nicht aus dem Vollen schöpfen, denn mit Maximilian Ahlschwede und Enes Küc fallen zwei Spieler am Sonntag weiter aus. Hoffnung gibt es dagegen bei Daniel Hägele. Der Neuzugang von der SG Sonnenhof Großaspach, dem Schiele eine „brutale Qualität“ attestierte, könnte am morgigen Sonntag bereits zum Kader gehören. Sollte Hägele fit sein, wäre es „für mich keine Frage, dass er spielt“, so Schiele.

Fabio Kaufmann macht den Kickers-Anhängern Hoffnung, dass im zweiten Heimspiel nun die ersten Zähler eingefahren werden. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir in der Mannschaft die Qualität haben, das Ruder herumzureißen“, sagte der Deutsch-Italiener und ergänzte: „Wir werden am Sonntag eine Reaktion zeigen.“