Kickers Würzburg

3. Liga Die Würzburger Kickers verlieren beim „Abschiedsspiel des Wildparkstadions“ mit 1:2 beim Karlsruher SC / Leon Bätge patzt

„Wir hatten wohl die Hosen voll“

Karlsruher SC – FC Würzburger Kickers 2:1

Karlsruhe: Uphoff, Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach, Stiefler (72. Choi), Wanitzek, Groiß, Lorenz, Fink (90.+2 Hanek), Pourié (87. Pourié).

Würzburg: Bätge, Göbel, Wagner, Schuppan, Bachmann (65. Hansen), Hägele, Gnaase, Kaufmann, Skarlatidis, Mast (70. Baumann), Ademi (81. Breitkreuz).

Tore: 1:0 (41.) Pourié, 1:1 (51.) Göbel, 2:1 (82.) Pourié. – Schiedsrichter: Henrik Bramlage (Vechta). – Zuschauer: 24 317.

Der Karlsruher SC verabschiedet sich mit einem Sieg aus alten Wildparkstadion. Vor 24 317 Zuschauer besiegten die Badener die Würzburger Kickers mit 2:1. „Es war ein verdienter Sieg des KSC. Gerade aufgrund der ersten Halbzeit, kann ich nicht zufrieden sein“, sagte FWK-Trainer Michael Schiele zum Auftritt seiner Mannschaft.

Echte Höhepunkte blieben in der Anfangsphase aus. Die bis dahin beste Möglichkeit vergab Anton Fink. Der Schuss der KSC-Angreifers, der an diesem Tag sein 300. Drittligaspiel bestritt, wurde von Würzburgs Schlussmann Leon Bättge sicher abgefangen (27.). Doch die Hausherren blieben in der Folge die aktivere Mannschaft und kamen in der 36. Minute zur nächsten guten Tormöglichkeit. Diesmal flog ein Kopfball von Marvin Pourié aus kurzer Distanz knapp am Tor vorbei. Den Karlsruhern gelang vor dem Halbzeitpfiff dann doch noch der verdiente Führungstreffer. Nach nach einem schnell vorgetragenen Angriff traf Marvin Pourié aus rund 16 Metern zum 1:0-Pausenstand.

Ausgleich nach erster guter Aktion

Auch nach dem Seitenwechsel gehörte die erste Möglichkeit dem Karlsruher SC, als ein Schuss von Manuel Stiefler ans Außennetz des Würzburger Tores knallte (49). Fast im Gegenzug führte dann die erste gute Offensivaktion der Gäste aus Unterfranken zum Ausgleichstreffer: Patrick Göbel drückte völlig freistehend ein Zuspiel von Dennis Mast zum 1:1 über die Linie (51.). In der Folge spielten die Würzburger Kickers zwar auf das zweite Tor, hatten aber keine wirklich zwingenden Chancen.

Anders hingegen der Karlsruher SC: Die Hausherren übernahmen fortan immer mehr das Kommando und hätten in der 67. Minute erneut in Führung gehen müssen, als Marvin Pourié aus rund 13 Metern Torentfernung das leere Würzburger Tor verfehlte. Zuvor hatte FWK-Schlussmann Leon Bätge gegen Anton Fink stark reagiert, eh der Abpraller genau vor den Füßen von Marvin Pourié landete. Auf der anderen köpfte Dominic Baumann aus aussichtsreicher Position genau in die Arme von KSC-Schlussmann Benjamin Uphoff (80.).

In einer spannenden Schlussphase sorgte dann ein kapitaler Patzer von Leon Bätge für die Entscheidung des Spiels. Nach einem harmlosen Schuss von Kyoung-Rok Choi hielt Bätge den Ball nicht fest. Dies nutzte Anton Fink aus und bediente Marvin Pourié. Dieser behielt im Anschluss aus zentraler Position die Nerven und traf zum 2:1-Endstand.

„Wenn man die gesamten 90 Minuten nimmt, hatten wir die besseren Abschlüsse. Deshalb ist der Sieg verdient“, freute sich KSC-Trainer Alois Schwartz über den sechsten Saisonsieg.