Königheim

Partnerschaftstreffen Gemeinsamer Konzertabend der Musik- und Feuerwehrkapelle Königheim und des Musikvereins Scheifling/St. Lorenzen

Ausflug in die Welt schönster Blasmusik

Als Höhepunkt des Partnerschaftstreffens fand am Samstag ein Konzertabend mit der Musik- und Feuerwehrkapelle Königheim und dem Musikverein Scheifling/St. Lorenzen statt.

Königheim. Nach dem gemeinsamen Festumzug vom Kirchplatz an die Brehmbachtalhalle positionierte sich am Samstagabend im Rahmen des Partnerschaftstreffens zunächst der von Prof. Mag. Hannes Grogger geleitete Musikverein Scheifling/St. Lorenzen auf der Bühne und fuhr ein ausgesprochen vielseitiges Programm auf: In die goldene Stadt ging es mit der lebensfrohen, von Frantisek Kovarik verfassten Hymne an die als Hradschin bekannte „Prager Burg“, ehe Königheims Vorsitzender Daniel Achstetter und Prof. Mag. Hannes Grogger als Kapellmeister des Musikvereins Scheifling/St. Lorenzen das Königheimer Publikum begrüßten.

Beinahe ein Heimspiel für die Scheiflinger waren dann die von Johann Strauß (Sohn) in einen formidablen Walzer verpackten „Wiener Bonbons“: Bei dieser majestätischen Komposition ergänzten sich die Blech- und Holzbläser auf perfekte Art und Weise, was wahre Beifallsstürme auslöste.

Kraftvolle Hymne

Beste Unterhaltung garantierten auch zwei flotte Polkas unzweifelhaft böhmischer Herkunft: Federleicht wurde der „Böhmische Galopp“ von Alfred Bösendorfer zu Gehör gebracht, auf den die kraftvolle Hymne an die „Böhmische Liebe“ – eine Komposition von Mathias Rauch – mit unverkrampfter Leichtigkeit des Seins folgte.

Ein Kleinod für Kenner präsentierte das bestens eingespielte Ensemble zum Abschluss seines Soloparts: Das 1981 von Klaus Doldinger in episch-dramatischer Manier komponierte Werk „Das Boot“ vermochte auch im orchestralen Arrangement vollauf zu überzeugen. Doch damit war der Musikverein Scheifling/St. Lorenzen nur „offiziell“ am Ende angekommen: Nachdem der Wunsch nach einer Zugabe vielfach geäußert wurde, griffen die Musiker nochmals nach ihren Instrumenten und brillierten mit dem weltbekannten „Radetzky-Marsch“ nach Johann Strauß (Vater) – so begann und endete ihr Programm mit Wiener Musik.

Die Pause bedeutete nur für die Musiker ein „Verschnaufen“: Nun standen die Grußwortredner auf der Bühne. Bürgermeister Ludger Krug etwa hob hervor, dass am Partnerschaftstreffen „zahlreiche befreundete Wege zusammen laufen“ und betonte den unschätzbaren Wert der seinerzeit durch Paul Gassenbauer und Karl Großauer geknüpften Verbindung: Gerade in politisch ungewissen Zeiten möge man in Europa an einem Strang ziehen und die Kontakte pflegen.

Erinnerung an Gründerväter

Krugs Lob galt stellvertretend dem Scheiflinger Amtskollegen Gottfried Reif, dem er ein Präsent überreichte. Reif kam in seiner Ansprache zu dem Fazit, „dass die Hoffnungen der Gründerväter sich mehr als erfüllt haben dürften“ – er verteilte auch so manches Gastgeschenk.

Potpourri der Melodien

Nun ließ sich die von Klaus Zimmermann dirigierte Musik- und Feuerwehrkapelle Königheim nicht zweimal bitten: Mit dem klangvollen, von Jacob de Haan komponierten Konzertmarsch „Everest“ legten die Instrumentalisten kraftvoll los. Nicht minder beschwingt setzte das Ensemble das Konzert mit dem eindrucksvollen Potpourri der schönsten Melodien des 1930 uraufgeführten Singspiels „Im weißen Rössl“ fort, um Selbiges mit einem donnernden Schlussakkord auf die Spitze zu treiben.

Zumindest musikalisch blieben die Königheimer im alpinen Raum - denn wer kennt ihn nicht, den in luftiger Höhe zwischen Zermatt und St. Moritz verkehrenden „Glacier Express“? Auf fulminante Weise wurde diese berühmte Eisenbahn in der gleichnamigen Komposition von Larry Neeck gewürdigt.

In die Welt der Pop- und Rockmusik unserer Zeit tastete die Kapelle sich mit dem Medley „Eric Clapton on Stage“, das diverse Hits des „Mr. Slowhand“ von „Layla“ bis hin zu „Let It Rain“ oder „Tears In Heaven“ vereinte. Ausgesprochen schwungvoll wussten die Musiker mit der von Timo Dellweg komponierten Hommage an „Kaiserin Sissi“ zu gefallen. Mit dieser wäre der Abend eigentlich seinem Ende entgegen gegangen - doch ergriff Daniel Achstetter das Wort, um allen Beteiligten seine Anerkennung auszusprechen und an zahlreiche bereichernde Momente der Partnerschaft zwischen Königheim und Scheifling zu erinnern.

Besonderes Geschenk

Die Lobesworte wurden nur noch durch ein ganz besonderes Geschenk an die Freunde aus der Steiermark übertroffen: Die Notation der vom Ehrenvorsitzenden Alois Schreck in Auftrag gegebenen Komposition „Im Königheimer Kirchberg“ wurde als Zeichen der Freundschaft an Hannes Grogger und Gottfried Reif überreicht.

Natürlich wurde das begeisterte Publikum mit dem anschließend durch beide Ensembles dargebotenen Werk verabschiedet. ad