Königheim

Fehlalarm Verkehrsflugzeug meldete am Montag gegen 18.15 Uhr Rauchentwicklung bei den Windkraftanlagen zwischen Gissigheim und Dittwar

Feuerwehrmänner suchten vergeblich nach einem Waldbrand

Königheim/Gissigheim.Nach rund einer Stunde brachen die Feuerwehrleute ihre Suche ab – froh nichts gefunden zu haben. Sie waren am Montag gegen 18.20 Uhr alarmiert worden. Ein Verkehrsflugzeug hatte Rauchentwicklung bei den Windrädern östlich von Gissigheim Richtung Dittwar gemeldet.

Daraufhin rückten die Feuerwehren aus allen Ortsteilen aus. „Waldbrand bedeutet Vollalarm, da rücken alle Wehren aus der Gemeinde sowie die Tauberbischofsheimer Wehr aus“, erklärt Torsten Glock, Kommandant der Königheimer Gesamtwehr. Während sich die Abteilungen Königheim und Gissigheim mit zwei Fahrzeugen und 15 Mann auf die Suche nach dem Waldbrand machten, blieben 45 Mann der Wehren aus Pülfringen und Brehmen am Feuerwehrgerätehaus in Bereitschaft. Tauberbischofsheim war mit drei Fahrzeugen und zwölf Mann vor Ort. „Es hätte keinen Sinn gemacht, mit allen Leuten den Brand zu lokalisieren und quer durchs Gelände über Feldwege zu fahren“, sagte Glock.

Und in der Tat war da, wo der Brand laut durchgegebenen Koordinaten sein sollte, nichts zu entdecken. Daraufhin suchten die Floriansjünger alle Windanlagen auf der Gemarkung Königheim auf. „Wir haben das Gemeindegebiet komplett abgefahren, aber nirgendwo war ein Waldbrand zu sehen.“

Nach rund einer Stunde brachen die Feuerwehrmänner den Einsatz ab – froh nicht wieder ein Feuer löschen zu müssen. Denn in den letzten Wochen hatten die freiwilligen Feuerwehrmänner wahrlich genug zu tun, sei es beim Scheunenbrand in der Pülfringer Ortsmitte oder beim Flurbrand oberhalb des Gewerbegebiets „Breitenflur“ in Königheim.

Obgleich hier jetzt kein Ernstfall vorlag und die Wehren umsonst ausgerückt sind, ist Torsten Glock nicht verärgert. „Besser einmal zu oft als einmal zu spät ausgerückt, denn gerade bei Wald- und Flurbränden ist es wichtig, früh zu agieren, um die Brandherde noch im Keim ersticken zu können.“

Aber wie kam eigentlich die Meldung aus dem Verkehrsflugzeug zu den Floriansjüngern nach Königheim? Der Feuerwehrkommandant erklärt. „Der Pilot hat es der Flugsicherung gemeldet, diese hat es an die Leitstelle weitergegeben, von dort ging es weiter über Würzburg nach Bad Mergentheim, von wo aus dann wir alarmiert wurden.“

Abschließend wies Torsten Glock noch auf eine Besonderheit hin: „Wir haben rund zehn Landwirte in einer Art Rufbereitschaft. Sie haben in ihrer Scheune einen mit Wasser gefüllten Tankanhänger stehen. Bei einer Alarmierung werden sie über Telefon informiert. Sie hängen dann den Anhänger an den Traktor und fahren zum Brand.“ Gerade bei dieser Trockenheit und Löschangriffen bei Wald- und Flurbränden, bei denen keine Gewässer oder Hydranten in der Nähe ist, sei dies eine wichtige Hilfe, um Feuer schnell bekämpfen zu können.