Königheim

Liederabend des Gesangvereins „Nun will der Lenz uns grüßen, hinein in die blühende Welt“ lautete das Motto in der Brehmbachtalhalle

Für Fans konzertanter Chormusik

Archivartikel

Ein Festival für Fans konzertanter Chormusik war der unter dem Motto „Nun will der Lenz uns grüßen, hinein in die blühende Welt“ stehende Liederabend des Gesangvereins Liederkranz.

Königheim. In der Brehmbachtalhalle erfreuten sechs Chöre mit ihren Darbietungen das zahlreiche und begeisterte Publikum.

Mit der klangvollen Hymne „In die blühende Welt“ eröffneten die von Bernhard Heß (Hardheim) dirigierten Gastgeber den Abend. Kurz unterbrach Vorsitzender Ingbert Steinam den Gesang, indem er die Besucher begrüßte. Mit zwei Liedern setzte die von Mechthild Geiger dirigierte Singgemeinschaft Gissigheim das Programm fort: So erfuhr das Publikum, dass „mit Gesang und guter Laune“ frohgemut durch die Welt gezogen wird und manch ernste Sache bei guter Musik alsbald ihren Schrecken verliert. Auch das raffinierte Quodlibet „Dieser Kuckuck/Der Kuckuck und der Esel“ wusste zu überzeugen.

Ganz auf Popmusik eingestellt war der Königheimer Chor „Ohne Worte?!“ mit seiner Leiterin Eva Lakeit. Auf den Beatles-Song „I Want To Hold Your Hand“ und das ruhige Stück „I Whole New World“ aus dem Film „Aladdin“ folgte mit dem 2013 erschienenen Titel „Seite an Seite“ von Christina Stürmer ein Beitrag, der zum tieferen Blick auf das „Menschsein“ animierte. Die Freunde klassischer Männerchören hingegen kamen sicher beim Männergesangverein Eintracht Pülfringen auf ihre Kosten. Das von Robert Haberkorn dirigierte Ensemble erfreute mit der getragenen Ode auf den am Wegesrand ruhenden „Wanderer“, dem ins Deutsche übersetzten Welterfolg „Die Rose“ sowie ihrem harmonischen Klangkörper.

Nationalhymne gesungen

Wiederum unter der Leitung von Mechthild Geiger setzte der Frauenchor „Offener Singtreff Tauberbischofsheim“ das Programm mit der südafrikanischen Nationalhymne „Nkosi Sikelel i Africa“ und der fröhlichen Komposition „All I Have To Do Is Dream“ fort. Den überzeugenden Beiträgen stand der Kirchenchor Königheim mit seinem Leiter Thomas Martin und „Nun brich’ aus allen Zweigen“ von Ludwig van Beethoven sowie „Drauß ist alles so prächtig“ von Friedrich Silcher in nichts nach.

Mit stimmgewaltigen Ausführungen über den „Zauber der Musik“, der Brücken baut und die Völker verbindet, beschlossen die Sänger des Liederkranzes Königheim den ersten Part des Abends. In der Pause standen Ehrungen (Infobox) sowie eine Spendenübergabe an.

Hohes Niveau

Auch nach der Pause wurden das konstant hohe Niveau gehalten: Mit „Nun will der Lenz uns grüßen“ und Udo Jürgens’ Klassiker „Aber bitte mit Sahne“ hatten die Sänger des Kirchenchors Königheim die Brehmbachtalhalle voll im Griff. In bester Stimmung glänzten einmal mehr die Frauen des „offenen Singtreffs“ aus Tauberbischofsheim, die ihre Zuhörer musikalisch mit nach Italien nahmen. Die Volksweisen „Ma come balli bella bimba („Es tönen die Lieder, der Frühling kehrt wieder“)“ und „Tiritomba“ sorgten mit ihren beschwingten Klängen für beste Unterhaltung.

Zwei deutschsprachige Lieder präsentierte im Anschluss der Männergesangverein Eintracht Pülfringen: Auf „Wenn die Sonne erwacht in den Bergen“ folgte mit „Über sieben Brücken musst du geh’n“ ein Titel, der gleich zweimal zum Bestseller wurde – nachdem er 1978 der Ostrock-Band Karat zu Erfolg verhalf, nahm Peter Maffay zwei Jahre später seine Version davon auf.

Mit der Singgemeinschaft Gissigheim näherte man sich der Zielgeraden: In Bestform zeigten sich die Sängerinnen und Sänger bei „Walk Together, Children“ und dem quirligen, äußerst originell dargebotenen Pop-Klassiker „The Lion Sleeps Tonight“.

Bevor die „Lokalmatadoren“ sich noch einmal auf die Bühne begaben, sprach Bürgermeister Ludger Krug den Chören seinen Dank für das bunte Programm aus – als bezeichnend hob er den Umstand hervor, dass drei von vier Königheimer Ortsteilen mit Chören vertreten waren. Mit dem „Schifferlied“ von Friedrich Silcher und dem lebhaften Chanson „Musik erfüllt die Welt“ trumpften einmal mehr die von Bernhard Heß geleiteten Sänger des „Liederkranzes“ auf, ehe alle beteiligten Gruppen sich mit dem Schlager „Veronika, der Lenz ist da“ verabschiedeten.

Als Moderator trug Manfred Grüner zum fröhlichen Charisma des rund dreistündigen Liederabends bei: Seine mit Charme und Wortwitz dargebotenen Witze und Geschichten schenkten dem Konzert den letzten Feinschliff.